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US-Billigflieger: Airbus verliert Triebwerksteile beim Start

Das war ein kurzer Flug. Statt von Las Vegas nach Florida zu fliegen, drehte der Airbus von Frontier Airlines nur eine Platzrunde über Nevada. Wenige Minuten nach dem Start musste er umkehren und eine Notlandung machen.

Eigentlich dauert der Flug gut vier Stunden. Täglich startet ein Airbus A320 von Frontier Airlines um sieben Uhr morgens nach Tampa im sonnigen Bundesstaat Florida. Doch am Freitag kam der zweistrahlige Jet des US-Billigfliegers nicht weit.

Noch im Steigflug nach dem Start auf der Piste 26R des McCarran International Airport bemerkte die Crew, dass es mit dem rechten Triebwerk ein erhebliches Problem gab. Unter dem Titel "engine doors separated", berichtet der "Aviation Herald" von einem ungewöhnlichen Zwischenfall, bei dem sich die Triebwerksverkleidung selbstständig gemacht hat.

Der 13-minütige Flug des Airbus A320 von Frontier Airlines bei Las Vegas am Freitagmorgen

Der 13-minütige Flug des Airbus A320 von Frontier Airlines bei Las Vegas am Freitagmorgen

Fotos von Passagieren, die auf der rechten Seite am Fenster saßen, und ein auf Twitter hochgeladenes kurzes Video dokumentieren den Schaden. Angeblich sollen die Flugbegleiter auch Flammen wahrgenommen haben.

Doch die mit 166 Fluggästen und Crew-Mitgliedern besetzte Maschine hat Glück im Unglück. Die sich vom Triebwerk lösenden Teile haben nicht die Passagierkabine durchschlagen und Personen verletzt.

Die Piloten erklärten über Funk die Luftnotlage, drehten über Las Vegas eine Runde und landeten die erst vier Jahre alte Maschine nach 13 Minuten wieder sicher am Ausgangsort. Die Passagiere kamen mit einem Schrecken davon. Ihnen wurden Gutscheine für ein Frühstück ausgehändigt, und sie wurden anschließend auf andere Flüge umgebucht.

Laut "Aviation Herald" wurden einige Triebwerksteile von der Crew eines später startenden Flugzeuges auf der Piste gesichtet. Nach Angaben des Aviation Safety Networks handelt es sich um den 40. Vorfall mit einem Triebwerk von Flugzeugen der A320-Familie von Airbus seit dem Jahre 1992. Doch um das erste Mal, dass sich so große Teile im Fluge gelöst haben.

+++ Lesen Sie auch: "Zwischenfall bei Southwest: Triebwerk explodierte auf 9000 Metern - jetzt wird die Boeing-Pilotin als Heldin gefeiert" +++

Ermittler des Transportation Safety Board, einer US-Verkehrsbehörde, untersuchen die zerstörte Turbine der Boeing 737
tib

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.