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Orkan "Andrea": Sturmschäden gleich dokumentieren

Auf Sturmtief "Ulli" folgt "Andrea": Die schweren Böen können zerstörerisch sein. Die Schäden an Haus und Wohnung sollten umgehend für die Versicherung dokumentiert werden.

In Deutschland stürmt es. Nachdem in der Nacht zum Mittwoch Sturmtief "Ulli" für Schäden durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Dachziegel sorgte, fegte am Donnerstag der Orkan "Andrea" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 117 Kilometern pro Stunde über Norddeutschland. Damit die Versicherung zahlt, sollten Schäden, die durch die schweren Böen an Haus und Wohnung entstehen, umgehend dokumentiert werden.

Beschädigte oder zerstörte Dinge bewahren Betroffene am besten auf, um die Schäden später nachweisen zu können. Alternativ bietet es sich an, sie zu fotografieren oder zu filmen. Das gleiche gilt für Beulen am Auto infolge eines Sturms. Ist das eigene Haus beschädigt, sollten auch die Nachbarn als Zeugen ein Protokoll anfertigen.

Idealerweise werden der Schadensliste Einkaufsbelege der beschädigten Gegenstände beigelegt. Haben Betroffene diese Unterlagen nicht mehr, sollten sie das Protokoll aus dem Gedächtnis um den Anschaffungszeitpunkt und den ungefähren Neupreis ergänzen. Von den Papieren machen Sie vor dem Absenden an die Versicherung am besten eine Kopie für die eigenen Unterlagen.

Welche Versicherung zahlt?

Die Hausratversicherung kommt etwa dafür auf, wenn ein abgeknickter Baum aufs Hausdach fällt oder Gartenmöbel zu Bruch gehen. Bersten Scheiben im Wind oder durch Hagel, ist die Wohngebäudeversicherung zuständig - wobei Sturmschäden erst ab Windstärke acht abgesichert sind.

Eine Elementarschadensklausel in den Verträgen gleicht Schäden durch Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdrutsch oder Lawinen aus. Allerdings muss diese Vertragsoption gesondert abgeschlossen werden. Schäden am Auto durch herabfallende Äste oder Hagelkörner deckt die Teilkasko ab.

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pen/DPA / DPA