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AUSBILDUNG: Azubis bevorzugen kaufmännische Berufe

Einzelhandels- und Bürokaufmann sind die beliebtesten Ausbildungsberufe bei Jugendlichen. Doch gerade Männer können sich auch noch für das klassische Handwerk begeistern.

In der Hitliste der bevorzugten Ausbildungsberufe laufen kaufmännische Berufe inzwischen allen anderen Lehrstellen den Rang ab. In einer Rangliste der 25 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe, die das Bundesinstitut für Berufsbildung am 11. April in Bonn veröffentlicht hat, nehmen sie fünf der ersten zehn Plätze ein. Ganz vorn rangiert dabei die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, gefolgt vom Beruf des Bürokaufmanns. Klassische Handwerksberufe wie Maler, Koch oder Friseurin folgen erst mit einigem Abstand auf den nächsten Plätzen.

Allerdings ändert sich das Bild, wenn man die Präferenzen nach Geschlechtern aufteilt. Denn bei den jungen Männern sind immer noch Handwerksberufe am Beliebtesten. Ganz vorne: die Lehrstelle als Kraftfahrzeugmechaniker, gefolgt von der Ausbildung zum Maler und Lackierer sowie zum Elektroinstallateur. Der Einzelhandelskaufmann rangiert hier nur auf Platz fünf der Beliebtheitsskala, der neu geschaffene Beruf des Fachinformatikers immerhin schon auf Rang zehn.

Bei den jungen Frauen dominieren dagegen die kaufmännische Berufe ganz klar das Bild. Angestrebt werden vor allem die Ausbildung zur Bürokauffrau, zur Einzelhandelskauffrau, zur Industriekauffrau oder zur Bankkauffrau. In diese Phalanx einbrechen konnten lediglich einige wenige klassische Ausbildungsberufe wie Friseurin, Arzthelferin oder Verkäuferin.

Eine Gruppe profitierte nach Angaben des Bundesinstitutes allerdings nicht von der in den letzten Jahren erfolgten Steigerung des Lehrstellenangebots: die ausländischen Jugendlichen. Erhielten im Jahr 1993 noch 126.000 ausländische Jugendliche eine Berufsausbildung im Dualen System, so ging seither die Zahl deutlich zurück und lag in 2000 nur noch bei 96.600.

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