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Erfolgsgeschichte: Medikamente der Zukunft

NeuroProfile will neue Meilensteine in der Medikamentenforschung setzen. Das Unternehmen spezialisiert sich auf neue Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems.

Die Verbesserung der Target-Identifizierung und -Validierung oder auf gut Deutsch der Ziel-Suche und -Bestätigung in neurologischen Netzwerken ist die Kerndisziplin der NeuroProfile GmbH. Ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit führt zu detaillierteren Ergebnissen bei der Grundlage zur Medikamentenentwicklung. Folglich können Medikamente optimiert werden, die zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems eingesetzt werden sollen.

Das Spin-off Unternehmen wurde im September 2001 von Dr. Rosmarie Daig und Dr. Thomas Rohrmeier aus der psychiatrischen Universitätsklinik Regensburg gegründet. Für den innovativen Einsatz in der Bio-Tech-Branche und die Schaffung verbesserter und detaillierterer Basisdaten für die Medikamentenforschung wurde der NeuroProfile GmbH beim StartUp-Wettbewerb 2002 des Sparkassenverbandes Bayern der erste Preis verliehen.

Die Idee

Die Forschungsarbeiten und Entwicklungen von NeuroProfile sollen neue Meilensteine in der Medikamentenforschung setzen. Durch ihre Vorarbeit und die daraus resultierenden Ergebnisse und Erkenntnisgrundlagen kann die Wirkung zukünftiger Medikamente optimiert werden. Dies geschieht in zwei therapeutischen Feldern: Zum einen bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson. Zum anderen bei der Therapie von neuropsychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder Depression.

Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente ist das Analyse-Portfolio und die Genom- und Proteom-Analyse, die krankheitsrelevante Gene identifiziert und durch molekular- und zellbiologische Untersuchungen bestätigt. Mit Hilfe einer selbst entwickelten Nervenzellanalyse ist NeuroProfile in der Lage, physiologische Bedingungen zu modellieren. An der veränderten Anzahl von Genen und Proteinen in einem bestimmten Zeitabschnitt lässt sich analysieren, welche Gene oder Proteine am Krankheitsverlauf beteiligt sind. Diese als neuronale Targets bezeichneten Gene oder Proteine sind die Basis für zukünftige Medikamente, die nicht nur Symptome lindern, sondern idealerweise das Fortschreiten der Erkrankung verhindern können.

"Der Wettbewerb ist ein idealer Prüfstein"

Der Wettbewerb sei ein idealer Prüfstein bei der Positionierung der Firma, so Dr. Daig. "Die konstruktive kritische Beurteilung der kompetenten Jury, war eine wichtige Bestätigung für unseren Weg in die freie Wirtschaft und wir bekamen weitere bedeutende Impulse für die Entwicklung unseres Unternehmens."

Mittlerweile hat die NeuroProfile GmbH, die am 1. Mai 2003 ihr ein jähriges Gründungsjubiläum feiern konnte, sechs festangestellte Mitarbeiter. Forschungsschwerpunkt bleibt weiterhin die Verfeinerung der molekular- und zellbiologischen Analysemethoden wie die Erforschung der Wirkungsweise der Genomics wie Protogenomics. NeuroProfile beabsichtigt, frühe Stoffwechselprozesse des erkrankten Gehirns nachzubilden, um damit die vorhandene Lücke zwischen genetischer Prädisposition (Veranlagung/Früherkennung) des Patienten und den Folgen der Erkrankung zu schließen. Aus den Ergebnissen könnten sich in Zukunft bedeutende therapeutische Heilverfahren entwickeln lassen.

StartUp-Wettbewerb: Bewerben lohnt sich

Der StartUp-Wettbewerb setzt auch in Zeiten erschwerter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Zeichen. Die Partner der StartUp-Initiative - der stern, die Sparkassen, McKinsey und das ZDF - unterstützen angehende Jungunternehmer ganzjährig bei ihren erfolgsversprechenden Geschäftsideen und erstellen zeitnah detaillierte Feedbacks zu Stärken und Schwächen der Unternehmen. Bewerbungen sind vom 1. Januar bis zum 31. Dezember möglich. Teilnehmen kann jeder, der sein Unternehmen 2003 gegründet hat oder die Gründung bis Ende 2004 plant. Nachfolgeunternehmen mit einer deutlichen Neuausrichtung können sich ebenfalls bewerben.

Die StartUp-Partner zogen im Jahr 2002 Zwischenbilanz unter den jeweils 500 besten Teilnehmern. Hierbei zeigte sich, welchen Beitrag der nun fünfjährige Wettbewerb zum Erfolg von Jungunternehmen leisten kann: Mit einem Durchschnitt 9,7 schaffen die besten StartUp-Teilnehmer doppelt so viele Arbeitsplätze wie Existenzgründer im Bundesdurchschnitt.

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