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Kabinenpersonal: Warnstreiks bei der Lufthansa

Wer in den kommenden Tagen einen Lufthansa-Flug plant, wird Geduld brauchen: Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die 14.000 Flugbegleiter wollen diese zunächst mit begrenzten Warnstreiks Druck ausüben. Wann und wo gestreikt wird, soll nur sehr kurzfristig bekannt gegeben werden.

Das Kabinenpersonal bei der Lufthansa plant für diese Woche einen zeitlich und räumlich begrenzten Warnstreik. Es werde an ein oder zwei Orten zu Warnstreiks von maximal vier Stunden Länge aufgerufen, um Druck auf den Arbeitgeber auszuüben, sagte der Tarifvorstand der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), Ulrich Riedmiller, am Dienstag.

Auch Flugausfälle möglich

Er rechne dadurch mit Verspätungen und auch Ausfällen von Flügen. Nächste Woche würden die Warnstreiks ausgedehnt, wenn Lufthansa kein neues Angebot vorlege. Die genauen Daten für Warnstreiks will die Gewerkschaft erst kurzfristig bekanntgeben, damit sich Lufthansa nicht darauf vorbereiten kann. Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Flugbegleiter der Lufthansa waren vergangene Woche nach der dritten Runde gescheitert.

Die Gewerkschaft will Tariferhöhungen und bessere Regelungen etwa der Arbeitszeiten, die zusammen ein Plus von etwa 15 Prozent bei einem Jahr Laufzeit ergeben. Riedmiller verwies darauf, dass das Kabinenpersonal allein in den Jahren 2005 und 2006 unter anderem durch Inflation und Verzicht auf Urlaub ein Minus von 8,7 Prozent gemacht habe.

Die Lufthansa hatte nach eigenen Angaben ein Gesamtpaket von rund zehn Prozent einschließlich einer Ergebnisbeteiligung bei einer Laufzeit von 14 Monaten vorgelegt. Die von Lufthansa mit der Gewerkschaft Verdi im Sommer nach massiven Streiks abgeschlossenen Tarifverträge sieht UFO für sich nicht als bindend an. Von den Flugbegleitern seien mehr als die Hälfte bei UFO organisiert, bei Verdi gebe es nur wenige hundert Flugbegleiter.

DPA / DPA
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