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Karriereleiter: Entscheidungsschwäche eine typische Hürde

Immer mehr Menschen haben Angst, Entscheidungen zu treffen. Ursache: Angst vor Fehlern und den damit verbundenen Konsequenzen.

Nach Aussage von Carolin Metzger, Business-Coach bei der CoachAcademy, zeigen sich immer mehr Menschen nicht sehr entscheidungsfreudig, wenn es darum geht, eindeutig Position zu beziehen. "Eine Entscheidung zu treffen bedeutet, zwischen zwei oder mehr Alternativen eine aus- beziehungsweise abzuwählen, etwas loslassen zu können."

Angst vor Fehlern

Doch genau damit tun sich viele schwer. Das erscheint verheerend, zumal immer mehr geschäftliche Entscheidungen in immer weniger Zeit getroffen werden müssen - bei steigender Komplexität der Sachfragen. Worauf ist diese mangelnde Entscheidungsfreudigkeit zurückzuführen?

Carolin Metzger drückt es so aus: "Es warten pro Kopf heute mehr Aufgaben darauf, erledigt zu werden. In der Folge steht weniger Zeit zur Verfügung, Informationen für einen Entscheidungsprozess einzuholen. Es müssen also Entscheidungen getroffen werden, ohne dass komplette Hintergrundinformationen vorliegen." Und davor scheuen viele zurück, was in direktem Zusammenhang damit steht, "dass die Angst, aufgrund von gemachten Fehlern Nachteile am Arbeitsplatz zu erfahren" dazu verleite, übervorsichtig zu agieren und möglichst wenig Verantwortung zu übernehmen.

Gesucht werden Problemlöser

Doch genau darin liegt eine weitere Karrierehürde. "In einem Unternehmen werden keine Bedenkenträger befördert - gesucht werden Problemlöser", so Metzger. Wer sich seinen Arbeitsplatz sichern möchte, erreicht das also nicht dadurch, dass er sich vor Verantwortung und klaren Positionen drückt - ganz im Gegenteil. Menschen machen Fehler, das ist so und wird auch immer so bleiben. Wichtig ist es, die Folgen einer ungünstigen Entscheidung frühzeitig zu erkennen, aus ihnen zu lernen und aufgrund der neuen Erkenntnisse schnell eine neue Entscheidung zu treffen.

Carolin Metzger rät daher dazu, sich aktiv in die Pflicht zu nehmen und von sich selbst einzufordern, Entscheidungen zu treffen. Als Hilfestellung können Ratgeber gesucht werden, die bei der Entscheidungsfindung unterstützend tätig sind. Darüber hinaus erleichtern relevante Informationen zum Thema die Abwägung zwischen den Alternativen. In jedem Fall sei es besser, "eine nicht perfekte Entscheidung zu treffen als gar keine". Denn während der eine vor lauter Zögern noch nicht den einzuschlagenden Weg kennt, ist der andere ihm schon meilenweit darauf voraus.

Quelle: CoachAcademy