RECHT Arbeitgeber haben Schutzpflicht


Mobbing-Opfer haben durchaus die Möglichkeit, sich rechtlich zu wehren. Zwar sei Mobbing kein juristischer Begriff, Arbeitgeber haben aber gegenüber ihren Mitarbeitern eine Schutzpflicht zu erfüllen.

Mobbing-Opfer haben durchaus die Möglichkeit, sich rechtlich zu wehren. Zwar sei Mobbing kein juristischer Begriff, der Arbeitgeber habe aber gegenüber seinen Mitarbeitern eine Schutzpflicht zu erfüllen, auf die sich Mobbing-Opfer berufen können. Darauf weist die Rechtsanwaltskammer im niedersächsischen Celle hin.

Die Firmenleitung hat demnach dafür zu sorgen, dass Arbeitnehmer nicht durch Kollegen in ihrem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt werden. Kommt der Arbeitgeber der Verpflichtung nicht nach, kann der Beschäftigte beispielsweise auf einer außerordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses und Schadensersatz durch Fortzahlung des Gehalts bis zur nächsten ordentlichen Kündigungsmöglichkeit oder einer eventuellen Abfindung bestehen, so die Rechtsanwaltskammer.

Weitere rechtliche Schritte gegen Mobbing sind den Angaben zufolge auch Forderungen nach Schadensersatz und Schmerzensgeld. Unter Umständen sei es möglich, den Anspruch auf Unterlassung des Mobbing-Verhaltens durch eine einstweilige Verfügung durchzusetzen. Nach Angaben der Rechtsanwaltskammer wird die Zahl der Mobbing-Opfer in Deutschland auf etwa 1,5 Millionen veranschlagt.


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