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Schlechtes Arbeitsklima: Rote Karte für den Chef

Für viele deutsche Arbeitnehmer ist ein schlechtes Arbeitsklima Grund genug, ihren Job zu kündigen. Kein Wunder, schließlich verbringen Arbeitnehmer immer mehr Zeit am Arbeitsplatz.

Wer lange arbeitet, will sich im Job wohl fühlen. Sonst gibt's für den Chef die rote Karte. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Online-Karrieremarktes JobScout24 mit 4500 Befragten. Auch beruflich Ambitionierte kündigen, um woanders aufzusteigen. Für insgesamt 36 Prozent gehören regelmäßige Jobwechsel zur Karriereplanung.

Trotz unsicherer Wirtschaftslage, den Deutschen ist die Stimmung im Job am wichtigsten. Für 33 Prozent der Umfrageteilnehmer ist ein schlechtes Arbeitsklima Grund genug, ihren Job zu kündigen. Wohlfühlatmosphäre im Kollegenkreis gewinnt an Bedeutung, schließlich verbringen deutsche Arbeitnehmer immer mehr Zeit im Job. Auch die negativen Begleiterscheinungen des Mobbings, die langfristig sogar zum Verlust der Erwerbsfähigkeit führen können, sind weitläufig bekannt. Kein Wunder, sinkt die Toleranzschwelle der Deutschen was Frust im Job angeht.

Wann gibt es die rote Karte für den Chef?Wenn das Arbeitsklima nicht mehr stimmt.33,30%
Nur wenn mir gekündgit wird, die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist zu unsicher.23,40%
Wenn meine Karriere stockt.17,60%
Generell alle 3-5 Jahre11,20%
Generell alle 5-10 Jahre7,60%
Wenn private Gründe vorliegen.6,70%

Insgesamt sind über 36 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung, dass eine gezielte Karriereplanung auch einen Jobwechsel mit sich bringt. So würden 18 Prozent nach einer neuen Herausforderung suchen, wenn sie beruflich nicht mehr vorankommen. Jedem zehnten Befragten steht nach drei bis fünf Jahren der Sinn nach etwas Neuem und immerhin knapp acht Prozent suchen alle fünf bis zehn Jahre beruflich nach Abwechslung. "Wer in dynamischen, schnelllebigen Branchen vorankommen will, muss auch im Lebenslauf eine gesunde Flexibilität nachweisen", so Klaus H. Röttger, Geschäftsführer des Online-Karrieremarktes JobScout24.

Aber auch die Angst vor Arbeitslosigkeit sitzt vielen Erwerbstätigen im Nacken. 23 Prozent der Befragten würden Ihren Job nicht freiwillig an den Nagel hängen. Und last but not least spielt auch Privates beim Jobwechsel eine Rolle. Immerhin knapp sieben Prozent der Umfrageteilnehmer arbeiten dort, wo die Liebe hinfällt.

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