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Stiftung Warentest: Vorsicht, Katzenbesitzer: Dieses Futter kann Ihre Mieze krank machen

Stiftung Warentest hat Trockenfutter für Katzen geprüft. Die gute Nachricht: Die meisten Produkte liefern den perfekten Nährstoffmix. Eines fällt jedoch mit "Mangelhaft" durch.

Eine Katze frisst Futter aus einem Napf

Stiftung Warentest hat Trockenfutter für Katzen bewertet: Sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten? Stimmen die angegebenen Futtermengen?

Getty Images

Trockenfutter für Katzen ist günstig und versorgt den Stubentiger mit wichtigen Nährstoffen. Viele Tierbesitzer sind jedoch skeptisch, ob die Qualität beim Trockensortiment stimmt. Zu Unrecht, schreibt Stiftung Warentest in seiner aktuellen Ausgabe. Die Experten haben 25 Alleinfuttermittel für erwachsene Katzen geprüft und nachgeforscht: Ist genügend Eiweiß enthalten? Stimmt der Mix aus Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen? Und wie halten es die Hersteller mit den Fütterungsempfehlungen?

Das Ergebnis? Durchaus positiv. 20 der 25 geprüften Futtermittel liefern den perfekten Mix aus wichtigen Nährstoffen. Die Prüfer fanden auch keine Lockstoffe, die zum anregen. Der Zuckeranteil sei mit meist weniger als zwei Gramm je 100 Gramm Futter "sehr gering und unbedenklich", schreibt Warentest. 

Katzenfutter im Test: "Sehr gut" für fünf Cent am Tag

Der Testsieger ist das Penny-Produkt "Bianca Knuspermix mit Huhn&Ente" (Gesamtnote 1,3). Das Futter versorgt die mit allen notwendigen Nährstoffen und sei zudem sehr günstig, lobt Warentest. Die Tagesration gibt es bereits für fünf Cent am Tag. Auch die Fütterungsempfehlungen des Herstellers seien stimmig - sie liegen weder zu hoch, noch zu niedrig.

Katzen im Rechteck


Ein weiteres Discounter-Produkt konnte die Tester überzeugen: das Lidl-Trockenfutter "Coshida Knabberschmaus mit Rind, Huhn & Gemüse" (Gesamtnote 1,5). Es kostet auf die Tagesration berechnet ebenfalls nur fünf Cent und punktet mit einer ausgewogenen Zusammensetzung und "sehr guten" Fütterungsempfehlungen. 

Katzenhalter, die dagegen Wert auf Markenprodukte legen, können auf die ebenfalls "sehr gut" bewerteten Trockenfuttermittel von "Kitekat" und "Purina One" zurückgreifen. Der Vorteil bei beiden Produkten: Die Beutel sind wiederverschließbar. Allerdings liegt der Preis pro Tagesration etwas höher. Für das Kitekat-Futter legen Katzenhalter rund 15 Cent hin. Für das Produkt von Purina One etwa 22 Cent. 

Bio-Katzenfutter fällt mit "Mangelhaft" durch

Das Schlusslicht im aktuellen Test ist ein Bio-Produkt: "Defu - Das Katzenfutter vom Bio-Bauern Adult Geflügel" (Gesamtnote 5,0). Es liefert nach Angabe von Stiftung Warentest zu wenig Kalium, aber viel Phosphor. "Bei dieser Kombination wurden Fälle von Nierenschäden beobachtet", schreiben die Tester. Ein weiteres Manko: Obwohl der Hersteller mit einer glutenfreien Rezeptur wirbt, konnten die Tester im Futter "viel Gluten" nachweisen. Ähnliche Probleme hatten jedoch auch andere als glutenfrei ausgelobte Trockenfutter im Test. Eine mögliche Erklärung für die Funde: Rückstände von weizenhaltigem Geflügelfutter in Geflügelmägen.

Die vollständigen Testergebnisse können Sie gegen Gebühr hier abrufen.

Ali Mese hält seine Katze auf dem Arm.


ikr
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