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A380: Emirates shoppen reichlich Airbus

Freude bei Airbus: Emirates Airlines und Qatar Airways haben zusammen elf A380 bestellt. Die Fluglinie aus Dubai hatte zuvor schon 47 der Großraumflugzeuge geordert. Die Billigflieger von Air Berlin dementieren dagegen den Kauf von 50 Airbus-Maschinen.

Mit Riesenaufträgen für Airbus hat die weltgrößte Luftfahrtmesse in Paris Le Bourget begonnen. Die Fluggesellschaft Emirates (Dubai) kaufte acht Großflugzeuge des Typs A380, die je 555 Passagieren in der Standardversion Platz bieten. Der Auftragswert liegt laut Listenpreis bei 2,5 Milliarden Dollar. Da Emirates schon zuvor mit 47 Aufträgen der wichtigste A380-Kunde gewesen war, dürfte Airbus aber einen kräftigen Rabatt gewähren. Die neu bestellten Maschinen sollen 2011 und 2012 ausgeliefert werden.

Qatar Airways kaufte ebenfalls drei A380 und wandelte zudem einen Vorvertrag für 80 Langstreckenflugzeuge des noch nicht entwickelten Typs A350 XWB in Festbestellungen um. Damit hat Airbus mit dem A350 den Durchbruch auf dem Markt erreicht. Die Maschine soll ab 2013 an die Kunden gehen und Boeings Verkaufschlager 787 Paroli bieten, der schon im Mai 2008 auf den Markt kommen soll.

Keine konkreten Pläne zum Kauf von 50 Airbus-Langstreckenmaschinen hat dagegen die Billigfluggesellschaft Air Berlin. Das Unternehmen wies einen Zeitungsbericht über einen unmittelbar bevorstehenden Großauftrag zurück.

"Da ist nichts dran, da gibt es vielleicht Wunschdenken interessierter Hersteller", sagte ein Unternehmenssprecher. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, Air Berlin wolle schon in diesen Tagen auf der Luftfahrtschau in Le Bourget bei Paris die Order für je 25 Airbus A350 und A330 bekannt geben. Die Finanzierung sei aber noch unklar. Mittelfristig erwägt die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft aber durchaus, in weitere Flugzeuge - auch für die Langstrecke - zu investieren. "Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt sicherlich auch über den Ausbau der Langstreckenflotte konkret nachdenken", so der Air-Berlin-Sprecher.

Boeing meldete zum Messeauftakt einen Auftrag des Leasingunternehmens GECAS für sechs Langstreckenfrachter des Typs Boeing 777. Der Auftragswert liegt theoretisch bei 1,42 Milliarden Dollar. Airbus und Boeing sind aber beide je nach Kunde und Auftrag zu Rabatten im zweistelligen Prozentbereich bereit. GECAS hat damit insgesamt 39 B-777 bestellt, davon 14 Frachter.

DPA/Reuters / DPA / Reuters