HOME

AEG-Werk Nürnberg: IG Metall weiter kampfbereit

Nach den ergebnislosen Verhandlungen mit dem Electrolux-Konzern über das Nürnberger AEG-Werk zeigen sich die Beschäftigten weiter kampfbereit. Wenn nötig, werde der Streik noch zwei oder drei Wochen dauern.

Nach den bislang ergebnislosen Verhandlungen mit dem Electrolux-Konzern über das existenzbedrohte Nürnberger AEG-Werk zeigen sich die Beschäftigten weiter kampfbereit. "Wir haben uns darauf einzurichten, dass der Streik noch ein, zwei, drei Wochen oder länger dauert", sagte Bayerns IG Metall-Chef Werner Neugebauer am Freitag.

Das Angebot des Unternehmens vom Vortag nannte Neugebauer eine "Lachnummer". Symbolisch wurde das Angebot im Streikzelt verbrannt. Den Mitarbeitern wurde eine Abfindung in Höhe von 0,7 Monatsgehältern pro Dienstjahr oder eine Übernahme in eine Beschäftigungsgesellschaft für zwölf Monate bei vollem Lohnausgleich angeboten.

IG Metall-Chef Peters bekräftigt Forderungen an Electrolux

IG Metall-Chef Jürgen Peters erwartet vom Electrolux-Konzern ein deutlich besseres Angebot für die 1700 Beschäftigten des AEG-Stammwerks in Nürnberg. Peters bekräftigte am Freitag die Forderung der Gewerkschaft nach Abfindungen in Höhe von drei Monatsgehältern pro Dienstjahr, einer Vorruhestandsregelung für Mitarbeiter über 53 Jahre mit vollem Lohnausgleich sowie dem Erhalt des Produktionsstandortes.

Zur Stunde tagt die Tarifkommission der IG Metall, um über das Electrolux-Angebot zu beraten. "Die Sitzung wird nicht lange dauern, wir werden diesen Vorschlag zurückweisen", sagte Streikleiter Jürgen Wechsler. Am späten Vormittag wird der IG Metall-Vorsitzende Jürgen Peters im Streikzelt erwartet.

Eine Fortsetzung der Verhandlungen macht nach Angaben der IG Metall nur dann Sinn, wenn auch über die ausgegliederten Gesellschaften Logistik und Distriparts gesprochen wird. Dazu solle sich der Konzern bis heute (Freitag) 14.00 Uhr erklären. Die Verhandlungen über alle drei Unternehmen könnten dann am Samstag fortgesetzt werden. "Andernfalls werden wir frühestens am nächsten Mittwoch weiter verhandeln", sagte Wechsler.

DPA