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Aigner droht: Beipackzettel für Banker

Die schlechte Beratung in deutschen Banken will Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner nicht länger hinnehmen. Sie droht der Branche mit einem Gesetz. Ziel: ein Beipackzettel für Finanzprodukte.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner droht den Banken mit einem Gesetz, um Kunden vor unzureichenden Finanzberatungen zu schützen. Alle Geldhäuser sollten künftig einheitliche Beipackzettel für Zertifikate, Versicherungen und andere Finanzprodukte liefern, die über tatsächliche Kosten und Risiken aufklären. "Wenn die Banken die nötigen Informationen verweigern, brauchen wir ein Gesetz", sagte die CSU-Politikerin der "Süddeutschen Zeitung". Bisher böten nur zwei Banken solche Beipackzettel an.

Aigner will zudem, dass Finanzkonzerne für Fehler länger haften. Fehler in Prospekten von Aktien, Fonds oder Zertifikaten sollen künftig statt nach drei erst nach zehn Jahren verjähren. Das heißt, der Kunde könnte sich noch zehn Jahre später vor Gericht Geld zurückholen, wenn ihm eine Anlage im Prospekt zu positiv beschrieben worden ist.

Die deutschen Banken hatten zuletzt von der Stiftung Warentest extrem schlechte Noten für ihre Beratung erhalten. Es war nicht das erste Mal.

DPA / DPA
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