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Kurssturz in Shanghai: Chinas Börse verliert erneut deutlich

Einen Tag nach dem größten Kurssturz seit fast einem Jahrzehnt geben die Aktienkurse in Shanghai weiter nach. Gute Zeichen gibt's dagegen aus anderen asiatischen Ländern.

Die Börsenkurse in China geben weiter nach

Ratlos in Shanghai: Die Börsenkurse in China geben weiter nach - erste Analysten sprechen von einem "Teufelskreis".

Nach dem schwarzen Montag ist die Börse im chinesischen Shanghai erneut ins Minus gerutscht. Am Dienstag verlor der Leitindex Shanghai Composite zu Handelsbeginn um knapp 206 Punkte und sackte damit auf 3004 Punkte. Das entspricht einem Minus von 6,41 Prozent.  "Die weltweiten Märkte befinden sich jetzt in einer Art Teufelskreis", sagte der Analyst Gui Haomin der Nachrichtenagentur AFP.

Am Montag hatte der Shanghai Composite 8,49 Prozent im Minus geschlossen - damit gingen sämtliche in diesem Jahr erzielten Gewinne verloren. Daraufhin gingen auch die Börsen in anderen Ländern auf Talfahrt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss mit 4,70 Prozent im Minus. Gute Nachrichten gab es aus anderen Ländern: Die Börsen in Tokio, Seoul und Sydney erholten sich am Dienstagvormittag schon wieder.

Die europäischen Börsen werden bereits seit Mitte des Monats stark von der Lage in China beeinträchtigt. Die Sorge, dass sich die chinesische Konjunktur merklich abkühlen und damit die Weltwirtschaft insgesamt bremsen könnte, wurde von der überraschenden Abwertung des Yuan durch die chinesische Zentralbank vor knapp zwei Wochen weiter befeuert. Hinzu kommt, dass diverse Maßnahmen der chinesischen Behörden zur Stabilisierung der heimischen Finanzmärkte bislang nicht fruchten.


AFP
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