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Fake-Reviews: Amazon verklagt 1000 Bewertungsfälscher wegen Jubel-Rezensionen

Onlinehändler Amazon hat in den USA mehr als 1000 Rezensenten verklagt, die sich für positive Bewertungen bezahlen ließen. Auch in Deutschland kann es für Falschbewerter teuer werden. 

Gekaufte Fünf-Sterne-Bewertungen sind für Amazon ein Problem

Gekaufte Fünf-Sterne-Bewertungen sind für Amazon ein Problem

Nutzer-Rezensionen sind für Amazon essentieller Teil des Geschäftsmodells. Denn positive Erfahrungen anderer Kunden verleiten zum Kauf per Klick - sofern sie glaubwürdig erscheinen. Um diese Glaubwürdigkeit zu wahren, geht Amazon in den USA nun den Weg vor Gericht. Laut einem Bericht des "Guardian" verklagt das Unternehmen 1114 Verfasser von Fake-Rezensionen. Den Schreibern wirft Amazon vor, gegen Bezahlung Jubelrezensionen verfasst zu haben.

Angeheuert wurden die Manipulateure über die Plattform "Fiverr", die kleine Jobs für kleines Geld vermittelt. Um den windigen Schreibern auf die Schliche zu kommen, heuerte Amazon selbst Lohnschreiber bei "Fiverr" an. Diese wurden auf dem Portal auch schnell fündig. Allerdings agierten die Fake-Rezensenten nicht unter ihren wahren Namen, sodass Amazon nur Klage gegen unbekannt einreichen konnte.

Klagen gegen Websites

Amazon setzt damit seine vor einigen Monaten begonnene härtere Gangart gegen manipulierte Onlinebewertungen fort. Bereits im April hatte der Onlinehändler Klage gegen eine Reihe von Websites eingereicht, die Fake-Bewertungen verkaufen. Das Vermittlungsportal "Fiverr" verklagt Amazon im aktuellen Fall dagegen nicht, da das Start-Up in seinen Nutzungsbedingungen das Schreiben von falschen Bewertungen verbietet.

Wer sich für Fünf-Sterne-Bewertungen bezahlen lässt, kann theoretisch auch in Deutschland belangt werden. "Amazon könnte Fake-Rezensenten auch in Deutschland auf Unterlassung und Zahlung von Schadensersatz in Anspruch nehmen und notfalls verklagen", sagt Karsten Gulden, Fachanwalt für Medienrecht.

Das droht in Deutschland

In der Praxis sei es allerdings meist schwierig, die Identität der Täter aufzudecken, da sie sich hinter Pseudo-Profilen oder Proxy-Servern versteckten. Leichter greifbar wären dagegen Firmen, die sich Fünf-Sterne-Bewertungen kaufen wollen, erklärt Gulden. "Der Fake-Bewerter macht sich ebenso schadensersatzpflichtig wie auch das Unternehmen, dass sich solche Bewertungen einkauft oder selbst erstellt."

In einem solchen Fall müssten die Täter alle Kosten bezahlen, die Amazon durch die Verfolgung der Fakes entstanden sind - zum Beispiel Ermittlungs- und Anwaltskosten. Schadensersatzzahlungen wegen eines Imageschadens hält Fachanwalt Gulden dagegen in Deutschland nicht für durchsetzbar, da nicht messbar. "Amazon müsste im konkreten Fall nachweisen, dass Amazon als Unternehmen durch die Fake-Reviews ein Image-Schaden entstanden ist. Das ist schwierig."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.