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Neuseeland: Die Amazon-Steuer auf Internet-Einkäufe kommt

Wer Waren im Ausland kauft, bekommt diese mitunter zu einem günstigeren Steuersatz. Neuseeland will das nun ändern und führt eine Steuer auf Internet-Einkäufe ein. Auch in der EU soll die sogenannte Amazon-Steuer kommen. 

Neuseeland führt Amazon-Steuer ein

Neuseeland führt Amazon-Steuer ein

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Das Internet macht es möglich, Artikel überall auf der Welt zu bestellen. Ist die Lieferung ins Heimatland möglich, kann man ordern. Dafür brauchen Kunden nicht mal die Webshops ausländischer Händler besuchen, Portale wie Amazon oder Ebay bieten weltweit Artikel an. So lässt sich wohl auch erklären, warum Neuseelands neues Steuervorhaben als "Amazon-Steuer" betitelt wird. Denn das weltweite Shopping ist auch ein Steuerschlupfloch: Kunden kaufen Artikel im Ausland mit einem günstigeren Umsatzsteuersatz ein - statt die 15-prozentige Steuer zu bezahlen, die in inländischen Geschäften erhoben wird. Dadurch entgeht dem Staat viel Geld. Offiziell will man mit dieser Maßnahme kleinere Geschäfte und den Einzelhandel stärken, der durch den Onlinehandel Nachteile hinnehmen müsse. 

Im kommenden Jahr ist damit zumindest in Neuseeland Schluss. Auf alle im Ausland bestellten Produkte wird dann die Amazon-Steuer fällig. Das kündigte Neuseelands Finanzminister Stuart Nash am Dienstag an. Die Steuer wird sich ebenfalls auf 15 Prozent belaufen und soll ab Oktober 2019 greifen. Das Parlament muss dem Vorhaben noch zustimmen.

Auch Europa will Amazon-Steuer

Die unterschiedliche Besteuerung von Produkten, die man im Netz kaufen kann, ist auch in Europa ein Problem. Daher hat man das Thema auch in Brüssel im Blick, ab 2021 sollen dann Schuhe, Spielzeug und Co., die im Internet gekauft wurden, auch einheitlich besteuert werden. In Deutschland zahlen Kunden derzeit keine Steuern, wenn sie beispielsweise Artikel aus Asien ordern. Bis zu einem Warenwert von 22 Euro ist die Lieferung "einfuhrabgabenfrei (Artikel 23 und 24 Zollbefreiungsverordnung). Dies gilt für Zoll und Einfuhrumsatzsteuer", erklärt der Zoll. Bei einem Lieferwert zwischen 22 und 150 Euro ist die Sendung zwar zollfrei, aber nicht frei von Einfuhrabgaben. Dabei spielt nicht nur der Kaufpreis des Artikels eine Rolle, sondern die Kosten für die Gesamtlieferung werden herangezogen.

So werden Internetbestellungen besteuert

Ein Rechenbeispiel: Ein Internetkunde kauft ein Smartphone aus Fernost für 100 Euro und zahlt 10 Euro Versandkosten. Der Rechnungsendbetrag entspricht dem Warenwert, der auch vom Zoll zugrunde gelegt wird - nämlich 110 Euro. Damit liegt der Wert der Sendung in der Spanne zwischen 22 und 150 Euro. "Die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent bzw. 7 Prozent und die Verbrauchsteuer (bei Warensendungen mit verbrauchsteuerpflichtigen Waren) sind aber zu erheben", so der Zoll. Also muss der Kunde noch 19 Prozent Steuern zahlen, also 20,90 Euro. 

Ralf Kleber, Deutschlandchef von Amazon, im Gespräch
kg
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.