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Auftragsflaute hält an: 50.000 Maschinenbauer müssen um Jobs bangen

Auch im Mai sind die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau eingebrochen, und zwar so stark wie die Branche nicht erwartet hatte. Selbst wenn im Juli die erhoffte Trendwende einsetzt, sieht es für die Arbeitsplätze düster aus.

Die ausbleibenden Aufträge stimmen die deutschen Maschinenbauer immer pessimistischer. "Ein Rückgang des Produktionsvolumens von 20 Prozent ist wahrscheinlich", sagte der Konjunkturexperte des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Olaf Wortmann, am Mittwoch. Die Prognose des Verbandes liege zwar weiter bei einem Minus von zehn bis 20 Prozent, aber: "Da es weiter bergab gegangen ist, sind die zehn Prozent unwahrscheinlich", so Wortmann.

Im Mai brachen die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresmonat um 48 Prozent ein, wie der VDMA in Frankfurt mitteilte. Das Inlandsgeschäft sank demnach um 42 Prozent, bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 51 Prozent.

"Die positive Kunde weltweit wieder anziehender Geschäftserwartungen findet im Auftragseingang des Maschinenbaus noch keinen Widerhall", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Zwar fiel der Rückgang geringer aus als im April, als die Nachfrage um 58 Prozent eingebrochen war. "Doch das beruht allein auf dem Basiseffekt des im Mai 2008 bereits niedrigeren Vergleichsniveaus. Im Verlauf zeigt sich leider bislang keine Entspannung", erklärte Wiechers. Die Talsohle sei noch nicht erreicht.

Der Branchenverband hofft aber weiter, dass die Talsohle Mitte des Jahres erreicht ist. Allerdings geht der VDMA von einem weit stärkeren Stellenabbau aus als ursprünglich gedacht. "Wir rechnen damit, dass bis zu 50.000 Arbeitsplätze abgebaut werden", so Konjunkturexperte Wortmann. Bislang war die Rede von 25.000 Stellen gewesen.

Reuters/AP / AP / Reuters
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