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Auto-Krise: Daimler ordnet Kurzarbeit für Stammwerk an

Daimler drosselt erneut die Produktion. Auch im Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim wird für die ersten drei Monate Kurzarbeit eingeführt. Betroffen sind etwa 10.000 Mitarbeiter. Zuvor hatte der Autokonzern bereits für seine Werke in Sindelfingen und Rastatt Kurzarbeit angeordnet.

Daimler weitet wegen der Absatzkrise auf dem Automarkt die Kurzarbeit auf das Stammwerk in Stuttgart-Untertürkeim aus. Dort wird für die ersten drei Monate 2009 Kurzarbeit eingeführt, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte.

Geplant seien ab 12. Januar eine 4-Tage-Woche und zeitweilig auch eine 3-Tage-Woche sowie verlängerte Ferien an Karneval. Betroffen sind den Angaben zufolge etwa 10.000 der rund 18.000 Beschäftigten in dem Mercedes-Werk.

Das Unternehmen habe damit für den Standort gemeinsam mit dem Betriebsrat eine Regelung getroffen, die der momentanen Situation gerecht werde, sagte die Sprecherin. In dem Werk werden Motoren, Achsen und Getriebe gefertigt.

Auch im Mercedes-Werk im badischen Rastatt gibt es Kurzarbeit. Sie soll vom 12. Januar bis Ende Februar dauern. In Rastatt laufen die A- und B-Klasse vom Band. Für das größte Mercedes-Werk in Sindelfingen hatte Daimler am Wochenanfang bereits Kurzarbeit für die ersten drei Monate des Jahres angekündigt. Dort werden die Beschäftigten ab Freitag in verlängerte Weihnachtsferien geschickt. In Sindelfingen rollen unter anderem die C-, E- und S-Klasse vom Band.

In diesem Jahr werden bei Daimler etwa 80.000 bis 100.000 Autos weniger gebaut als geplant, wie aus mit der Sache vertrauten Kreisen verlautete. Der Absatz der Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart war im November um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat eingebrochen. Durch eine Betriebsvereinbarung sind Daimler-Beschäftigte bis Ende 2011 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt.

AP / AP