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Autokrise: Deutscher Pkw-Export bricht ein

Die weltweite Konjunkturkrise macht den deutschen Autobauern weiter heftig zu schaffen: Die Ausfuhr einheimischer Pkw ist im Dezember um 22 Prozent zurückgegangen. Auch die Produktion brach ein. Experten erwarten für 2009 harte Konsequenzen für viele Beschäftigte.

Der Export deutscher Pkw ist im Dezember um 22 Prozent auf 222.900 Fahrzeuge eingebrochen. Das teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Auch die Produktion ging dem VDA zufolge um 22 Prozent auf 274.800 Einheiten zurück. Die Zahl der Neuzulassungen sank im letzten Monat des Jahres 2008 um sieben Prozent auf 226.000 Fahrzeuge. Dabei büßten inländische Marken vier Prozent ein, ausländische Hersteller verloren 14 Prozent.

Im Gesamtjahr 2008 ging der Export laut VDA um vier Prozent auf rund 4,129 Millionen Pkw zurück. Die Produktion schrumpfte um drei Prozent auf rund 5,527 Millionen Einheiten. Die Neuzulassungen gaben um insgesamt zwei Prozent auf 3,090 Millionen Pkw nach. Für 2009 rechnet der VDA nach früheren Angaben mit einem weiteren Rückgang auf rund 2,9 Millionen Neuzulassungen.

Als Konsequenz aus der Absatzflaute rechnet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) für 2009 mit einer starken Verringerung der Zahl der Arbeitsplätze im deutschen Kfz-Gewerbe. "Wir erwarten, dass in diesem Jahr bei den Autohändlern und Werkstätten rund 30.000 Jobs verloren gehen werden", sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Verband vertritt die Interessen von rund 40.000 Autohändlern und Werkstätten, die insgesamt 470.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Rademacher erwartet auch einen weiteren Absatzeinbruch, und ist dabei pessimistischer als der VDA. Die Zahl der verkauften Neuwagen werde sich 2009 auf nur noch 2,8 Millionen verringern, befürchtet der Verbandschef.

DPA/AP / AP / DPA