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Banken: EU-Kommission: Notfalls Überweisungsgebühr ins Ausland regeln

Langsam verliert die EU-Kommission die Gelduld: Auslandsüberweisungen sind immer noch viel zu teuer, Banken bieten aber nur geringes Entgegenkommen an.

Die EU-Kommission will die Banken notfalls mit einer eigenen Regelung zu einer Senkung der Gebühren für Auslandsüberweisungen zwingen. Spätestens bei Einführung des Euro-Bargeldes Anfang 2002 muss es in der EU einheitliche Gebühren geben, sagte Verbraucherschutzkommissar David Byrne in der Montagsausgabe des »Handelsblatt«. Deshalb sollen die Banken bis zum Herbst einen Vorschlag vorlegen. Allerdings behält sich die EU-Kommission das Recht auf eine eigene Regelung vor.

Geduld am Ende

Byrne hat damit zwar »eine direkte Drohung« vermieden, schreibt das »Handelsblatt«. »Aber offenbar nähert sich die Geduld der EU- Kommission ihrem Ende.«

Banken wenig entgegenkommend

Die Kommission hatte bereits mehrfach bemängelt, dass die Kosten für den grenzüberschreitenden Transfer von Kleinbeträgen zu hoch sind. Daher müssen die Gebühren den deutlich niedrigeren Inlandstarifen angepasst werden. Zurzeit kosten Auslandsüberweisungen durchschnittlich etwa 17 Euro (gut 33 DM), Inlandsüberweisungen aber nur rund 1 Euro (knapp 2 DM). Die Banken wollen den Auslandssatz nach EU-Angaben bislang nur auf 10 Euro senken.

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