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Bayern München: Hoeneß flirtet mit der Börse

Uli Hoeneß hat viel vor: Nicht nur, dass er Nachfolger von Franz Beckenbauer werden will. Der Manager denkt darüber nach, den Fußball-Rekordmeister FC Bayern München an die Börse zu bringen.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München schließt einen Börsengang langfristig nicht aus. "Wir sind profitabel, haben keine Schulden und wir haben ein eigenes Stadion", sagte Manager Uli Hoeneß dem Internetanbieter "Sport 1". Hoeneß bezeichnete den Club als "prima Kandidaten" für den Gang aufs Börsenparkett, "weil wir einem Aktionär nicht nur ein Investment in Beine, sondern auch in Steine anbieten können."

Aktien nicht sofort zu haben

Kurzfristig planen die Bayern allerdings keine Ausgabe von Aktien. Man wolle zunächst die Entwicklung beobachten, sagte Hoeneß, und meinte damit die weitere wirtschaftliche Konsolidierung der FC Bayern AG und die Stadionsituation mit dem TSV 1860 München. Der Zweitligaclub hatte im Frühjahr seine Anteile an der Allianz Arena für 11 Millionen Euro an den Lokalrivalen verkauft. "De Frage ist, ob 1860 seinen Stadionanteil zurückkaufen kann und will" sagte Hoeneß.

Der Manager bestätigte Pläne, dass er in drei Jahren seinen Stuhl beim FC Bayern räumen und Präsident des größten deutschen Sportvereins wollen werde. "Mein Vertrag läuft 2009 aus. Und die Präsidentschaft von Franz Beckenbauer, der dieses Jahr wieder für drei Jahre fixiert wird, läuft dann ebenfalls aus", berichtete Hoeneß. "Es ist vorgesehen, dass Franz Beckenbauer dann nicht mehr antritt und ich Präsident werde. Bis 2009 müssen wir nun schauen, dass wir einen eventuellen Nachfolger für mich finden."

Mitgliederrekord bei Bayern München

Unterdessen verzeichnet der FC Bayern München mit 120 000 Mitgliedern mehr Anhänger als je zuvor in seiner 106- jährigen Vereinsgeschichte. "Ich freue mich über die neue Rekordmarke", teilte Vereins-Vizepräsident Fritz Scherer mit. "Das zeigt, welch großen Sympathiewert der FC Bayern besitzt." Vor rund 14 Monaten hatte der Fußball-Verein die 100 000er Marke überschritten. Auf der Liste der mitgliederstärksten Vereine steht der FC Bayern nach eigenen Angaben nun auf Platz zwei hinter dem spanischen Champions- League-Sieger FC Barcelona mit rund 145 000 Mitgliedern.

DPA / DPA