BenQ-Krise T-Mobile storniert Aufträge


Auf die BenQ-Mitarbeiter wartet eine weitere schlechte Nachricht: Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile hat seine Aufträge an BenQ Mobile auf Eis gelegt. Damit verliert BenQ seinen größten Kunden.

Der größte deutsche Mobilfunkbetreiber T-Mobile hat seine Aufträge an den insolventen Handyhersteller BenQ mobile auf Eis gelegt. T-Mobile verlange vor Fortsetzung verlässliche Aussagen unter anderem zu den Themen Service und Erfüllung von Garantieverpflichtungen, bestätigte ein T-Mobile-Sprecher auf Anfrage. Diese Themen seien "vollkommen ungeklärt". Der Insolvenzverwalter Martin Prager müsse sich dazu äußern, sagte der Sprecher und bestätigte damit einen Vorabbericht der "Financial Times Deutschland". Die Lieferbeziehungen seien zunächst ausgesetzt und sollen nach dem Willen T-Mobiles so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden. Es handle sich nicht um einen Schlussstrich, sagte der Sprecher.

Dem Bericht zufolge findet das Gespräch zwischen T-Mobile und Prager bereits am Mittwoch statt. Diese Information konnte der Sprecher nicht bestätigen. Laut "FTD" könnte BenQ den Betrieb ohne die deutschen Netzbetreiber als Abnehmer kaum über den Jahreswechsel hinaus aufrechterhalten, da das Geschäft mit den Mobilfunkbetreibern der wichtigste Absatzkanal für das Unternehmen sei. Die Mobilfunkbetreiber seien als Verkäufer der Geräte allerdings zwei Jahre zur Gewährleistung verpflichtet, die sie ohne Ersatzteile und Unterstützung des Handyherstellers kaum erfüllen könnten.

AP AP

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