BENZIN Demnächst wohl keine Spritpreiserhöhung

Trotz des rasanten Anstiegs der Rohölpreise müssen sich Autofahrer nach Einschätzungen von Experten zunächst nicht auf steigende Spritkosten einstellen.

Jürgen Albrecht vom ADAC argumentiert, es gäbe keinen Anlass für Preiserhöhungen. Der hohe Rohölpreis von zeitweise über 30 Dollar pro Barrel (159 Liter) ist bereits in den Spritpreisen enthalten. Diese liegen den Angaben zufolge etwa zehn bis elf Cent über Niveau vom Januar.

Regional Preissenkungen möglich

Zudem wies Albrecht darauf hin, dass drei Viertel des Benzinpreises von den Steuern bestimmt werden. Nur maximal 20 Prozent des Preises sind vom Rohöl abhängig. Positiv ist auch, dass der Euro gegenüber dem Dollar stabiler geworden ist. Den Währungsvorteil für den Euro-Raum muss man mit den gestiegenen Rohölpreisen gegenrechnen. Rohöl wird in Dollar abgerechnet. In einigen Regionen in Deutschland sieht Albrecht sogar Potenzial für Benzinpreissenkungen.

Schwache Nachfrage

Nach Angaben großer Ölgesellschaften gelingt es den Raffinerien wegen der schwachen Nachfrage derzeit nicht, die höheren Rohölpreise an den Großhandel weiterzugeben. Dies macht sich auch an den Tankstellen bemerkbar, berichtete die »Berliner Zeitung«.

Auf lange Sicht gibt es zwar einen Zusammenhang zwischen dem Rohöl- und dem Benzinpreis. Momentan ist aber eine Sonderbewegung bei Rohöl festzustellen, zitierte das Blatt Rainer Winzenried, Sprecher von Shell und Dea. Ähnlich äußerte sich auch die Deutsche BP. »Wir können zurzeit trotz der gestiegenen Ölpreise keine gestiegenen Produktpreise feststellen,« sagte Konzernsprecher Detlef Brandenburg dem Blatt.


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