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Schnäppchenfallen Black Friday – auf diese fünf Verkaufstricks sollten Sie nicht hereinfallen

Sehen Sie im Video: Black Friday – Mit diesen Tipps und Tricks ergattern Sie wahre Schnäppchen.
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Rund um den Black Friday locken viele Anbieter mit echten – und vermeintlichen – Schnäppchen. Welche Verkaufsmaschen Verbraucher kennen sollten.

Zum Black Friday werben Onlineanbieter wieder mit jeder Menge Rabatten. Doch nicht jedes Angebot, das als unwiderstehlich angepriesen wird, ist wirklich so gut wie es scheint. Damit Schnäppchenjäger sich nicht hinterher ärgern, dass der Klick-und-Kaufimpuls vorschnell mit Ihnen durchgegangen ist, sollten sie sich daher einmal die wichtigsten Verkaufsmaschen vergegenwärtigen. Hier sind die fünf wichtigsten Not-To-Dos:

1. Nicht auf übertriebene Rabattversprechen reinfallen

Rund um den Black Friday reduzieren zwar wirklich viele Anbieter die Preise. Doch die Ersparnis ist oft viel geringer als suggeriert wird. So ergab eine Preisstudie der Vergleichsplattform Idealo zum Black Friday 2019, dass von 2200 beliebten Produkten zwar 77 Prozent günstiger als im Vormonat angeboten wurden. Die durchschnittliche Ersparnis lag aber bei lediglich 8 Prozent. Verbraucher sollten sich daher nicht vom vermeintlichen Riesen-Rabatt leiten lassen, den die Händler selbst angeben. Denn dieser bezieht sich häufig auf einen Mondpreis wie die Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, zu dem das Produkt aber nie angeboten wurde. Sinnvoller ist es, auf einem Preisvergleichsportal zu checken, ob das Angebot wirklich gut ist oder der Artikel nicht anderswo günstiger zu haben ist.  

2. Sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen

Um die Kunden zum Impulskauf zu verleiten, arbeiten viele Händler mit Zeitdruck und künstlicher Verknappung. Bei sogenannten "Blitzangeboten" läuft ein Countdown, der die Kunden zu einer schnellen Entscheidung drängen soll, ehe sie große Preisvergleiche anstellen oder gar bemerken, dass sie das Produkt eigentlich gar nicht brauchen. Auf den gleichen psychologischen Effekt setzen Hinweise wie "nur solange der Vorrat reicht" oder Counter, die schwindende Stückzahlen anzeigen. Das Tele-Shopping lässt grüßen.

Tatsächlich wird man viele Produkte auch bei anderen Händlern zum ähnlichen Preis finden, da die Preisgestaltung meist über Algorithmen gesteuert wird. Wer wirklich glaubt, eine grandiose Gelegenheit zu verpassen und die Zeit nicht für einen Preisvergleich ausreicht, könne "in Ausnahmefällen auch mal auf Verdacht" kaufen, meint die Verbraucherzentrale. Dabei sollte man aber auf eine kostenlose Stornierungsmöglichkeit achten. Dann kann man den Preisvergleich einfach nachholen und den Kauf bei Bedarf widerrufen. 

3. Keinen Betrügern auf den Leim gehen

Neben Lockangeboten können Verbraucher im Eifer des Shopping-Gefechts auch auf echte Betrüger reinfallen. Die Verbraucherzentrale warnt gerade für Schnäppchentage wie den Black Friday vor unseriösen Anbietern und Fake-Shops, die mit Traumpreisen werben aber dann nicht liefern. Kunden sollten daher bei ihnen unbekannten Anbietern nicht per Vorkasse bezahlen, raten die Verbraucherschützer, auch nicht bei Händlern auf dem Amazon-Marketplace. 

4. Keine Extra-Gebühren übersehen

Um im Preisvergleich scheinbar vorne zu liegen, setzen manche Händler auf Gebührentricks. Der Preis für den Artikel an sich ist dann zwar günstig, dafür tauchen während des Bezahlvorgangs plötzlich Extra-Kosten auf, die die Ersparnis wieder auffressen. "Einige Online-Shops subventionieren Rabatte nämlich quer, indem sie mit hohen Versandgebühren arbeiten", schreibt das Schnäppchenportal MyDealz. Andere Anbieter berechnen je nach gewählter Zahlungsmethode Extra-Gebühren.

Zudem lohnt es, auch darauf zu achten, wer die Kosten für den Rückversand übernimmt, sollte der Kunde das Produkt zurückschicken wollen. Denn der Gesetzgeber räumt Verbrauchern beim Onlinekauf zwar ein kostenloses Retoure-Recht von 14 Tagen ab Erhalt ein. Doch die Versandkosten übernehmen Händler nur auf Kulanz. "Vom Kauf sperriger Produkte wie Möbel oder großer Elektrogeräte sollten Verbraucher deshalb lieber absehen, wenn sie die Kosten für den Rückversand tragen müssen", rät MyDealz.

5. Nicht die Lieferzeiten aus den Augen verlieren

Schließlich sollten Kunden auch auf überlange Lieferzeiten achten. Denn Preise ändern sich online schnell, gerade bei brandneuen elektronischen Produkten rauschen sie oftmals innerhalb weniger Wochen nach unten. Mancher Händler biete daher jetzt einen niedrigen Preis, kaufe das Produkt selbst aber erst später ein, wenn der Preis gefallen ist, erklären die Schnäppchenexperten von MyDealz. So müssten manche Kunden wochenlang auf die Lieferung warten – ärgerlich nicht nur bei Weihnachtsgeschenken.

Quellen: Verbraucherzentrale / Idealo-Studie / MyDealz


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