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Börse Dax kämpft sich ins Plus


Der Dax hat sich nach den dramatischen Kursverlusten wieder leicht erholt. Für Stabilität an der Frankfurter Börse sorgte auch die Schweizer Nationalbank.

Nach dem dramatischen Kurssturz zum Wochenbeginn hat sich der deutsche Leitindex Dax nur wenig bewegt. Er pendelte nach oben und unten, lag dann am Mittag aber mit 5287,65 Punkten um 0,79 Prozent im Plus. Zuvor hatte der Index in den vergangenen drei Handelstagen bis zu zehn Prozent an Wert eingebüßt und bei 5208 Punkten ein neues Zweijahres-Tief markiert. Im Plus lagen Aktien der Deutschen Bank, die am Montag fast neun Prozent abgesackt waren.

Für etwas Aufwind sorgte die Ankündigung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), durch Devisenkäufe einen Mindestkurs von 1,20 Franken für einen Euro festzulegen. Hintergrund ist die zuletzt massive Aufwertung des Franken, der ebenso wie Gold als "sicherer Hafen" gilt, der SNB aber ein Dorn im Auge ist. Ein extrem starke Währung schadet vor allem der Schweizer Exportwirtschaft. Der Preis für Gold stieg am Dienstag zwischenzeitlich auf ein neues Rekordhoch, fiel jedoch dann etwas zurück.

Zuvor hatte die Tokioter Börse schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsende ein Minus von 193,89 Punkten oder 2,21 Prozent bei 8590,57 Punkten.

Am Montag waren die Börsen dramatisch eingebrochen, allein der Dax verlor 5,28 Prozent und fiel mit 5246,18 Punkten auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Auch in Lateinamerika gab es kräftige Kursabschläge. Die New Yorker Wall Street war wegen eines Feiertags geschlossen. Gebannt wird nun die Eröffnung der US-Börse am Nachmittag erwartet.

Hintergrund für den Sinkflug waren keine konkreten Neuigkeiten, sondern die allgemeine Unsicherheit und Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung und vor einer Eskalation der Schuldenkrise. So blieb es zunächst auch am Dienstag. Im Plus lagen Aktien der Deutschen Bank, die am Montag fast neun Prozent an Wert verloren hatten. Weiter abwärts ging es hingegen für Commerzbank-Papiere.

Weltbank-Chef erwartet keine Rezession in den USA

Weltbank-Chef Robert Zoellick sagte auf einer Tagung in Singapur, er glaube nicht, dass die USA wieder in eine Rezession gerieten, obwohl die Risiken weiterhin hoch seien. "Es gibt sehr viel Unsicherheit", betonte Zoellick.

Die "Krisenwährung" Gold kletterte erneut auf einen Rekord. In der Spitze kostete eine Feinunze (rund 31 Gramm) des Edelmetalls 1920,25 US-Dollar. Damit wurde der jüngste Rekord, der vor zwei Wochen bei rund 1913,50 Dollar lag, deutlich übertroffen. Allein seit dem vergangenen Freitag hat der Goldpreis um 90 Dollar oder fast fünf Prozent zugelegt. Nach der Ankündigung der Schweizer Zentralbank fiel der Goldpreis jedoch wieder auf 1886 Dollar. Zuletzt war es in der Regel so, dass der Goldpreis stieg, wenn es an der Börse abwärts ging.

tkr/DPA DPA

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