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Chronologie: Springer kämpft seit Monaten

Seit rund einem halbem Jahr ringt die Axel Springer AG mit dem Bundeskartellamt um die Erlaubnis für den Kauf von Deutschlands größtem TV-Konzern ProSiebenSat.1.

5. August 2005: Der Zeitungskonzern kündigt die Übernahme an. Für die Kontrolle über Fernsehsender wie ProSieben, Sat.1 und N24 will Springer knapp 2,5 Milliarden Euro an die Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban zahlen.

16. August 2005:

Der Verlagskonzern meldet wie vorgeschrieben die geplante Übernahme beim Bundeskartellamt an.

18. November 2005:

Das Kartellamt äußert Bedenken, dass sich durch den Zusammenschluss die Wettbewerbsbedingungen auf dem Fernsehwerbemarkt verschlechtern. Zudem würde eine Fusion die marktbeherrschende Stellung der Axel Springer AG verstärken.

19. Dezember 2005:

Auf Antrag von Springer verlängert das Kartellamt die Frist für die Prüfung bis zum 20. Januar 2006.

6. Januar 2006:

Das Bundeskartellamt lehnt die angebotenen Zugeständnisse von Springer als unzureichend ab. Nur der Verkauf von "Bild" oder eines großen Senders könne die Übernahme ermöglichen.

10. Januar 2006:

Die für Übernahmen auf dem Fernsehmarkt zuständige Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) sieht die Meinungsvielfalt bedroht und lehnt die geplante Übernahme ab.

11. Januar 2006:

Die Axel Springer AG bietet den Verkauf des Fernsehsenders ProSieben an. Das Bundeskartellamt besteht darauf, dass der Sender vor einer Übernahme aus dem ProSiebenSat.1-Konzern herausgelöst wird.

DPA