Deutsche Bahn Mehr Personal für "höhere subjektive Sicherheit"


Zum Schutz vor Gewalt und Vandalismus stockt die Deutsche Bahn ihr Sicherheitspersonal in Zügen und Stationen auf. In Ballungsräumen sollen schrittweise 150 zusätzliche Kräfte eingesetzt werden

Die Deutsche Bahn AG will das Sicherheitspersonal in den Ballungsräumen in den kommenden Wochen um zehn Prozent erhöhen. Das teilte das Unternehmen am Montag in Berlin mit. Es verwies darüber hinaus auf Polizeistatistiken, denen zufolge das Bahnumfeld sicherer als "andere Orte des öffentlichen Raums" sei.

Gerd Becht, das für die Konzernsicherheit verantwortliche Vorstandsmitglied der DB, nannte als Schwerpunkte der Aufstockung die Räume Berlin, München, Sachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und das Rhein-Main-Gebiet. Die aktuelle Polizeikriminalitätsstatistik weise in den Großräumen Deutschlands pro 100.000 Einwohner rund 7.500 Straftaten mit 1.500 Rohheitsdelikten aus, argumentierte die Bahn. Nach Angaben der Bundespolizei wird pro 100.000 Kunden bei der DB nur ein Rohheitsdelikt verzeichnet.

Die neuen Präsenzkräfte sollten "durch ihre optische Wahrnehmbarkeit für eine höhere subjektive Sicherheit bei den Kunden" sorgen. Zum anderen könnten sie mit schnellem Eingreifen Gefahrensituationen entschärfen.

Schon jetzt investiere die Deutsche Bahn mehr als 160 Millionen Euro pro Jahr in die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter. Dazu gehörten die "kontinuierliche Schulung der Nahverkehrsmitarbeiter im Umgang mit Konflikt- und Gewaltsituationen, technische Hilfsmittel wie Videotechnik, Ordnungspartnerschaften mit der Bundespolizei und Landespolizeibehörden sowie eine intensive Präventionsarbeit", etwa an Schulen. Neben den rund 3.500 Sicherheitskräften der DB seien die rund 3.000 Servicemitarbeiter auf den Bahnhöfen, 4.800 Kundenbetreuer im Nahverkehr sowie rund 4.000 Zugbegleiter im Fernverkehr ein weiterer wichtiger Faktor für die Sicherheit. 6.500 Videokameras überwachten Bahnen und Bahnhöfe.

APN, DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker