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Peinlicher Überweisungsfehler: Mega-Panne: Deutsche Bank überweist aus Versehen 28 Milliarden Euro

Ein paar Nullen zuviel: Die Deutsche Bank hat sich bei einer Routineüberweisung einen peinlichen Fehler erlaubt. Die Panne passt zu dem chaotischen Bild, das die Bank derzeit abgibt.

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Bei der Deutschen Bank knirscht es derzeit nicht nur in der Vorstandsetage. Im täglichen Geschäft hat das größte deutsche Geldhaus vor Ostern aus Versehen 28 Milliarden Euro überwiesen, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag in Frankfurt bestätigte. Das Geld ging auf ein Konto der Deutschen Bank bei der Terminbörse Eurex und nicht an einen Kunden. Ursprünglich sollte eine weit geringere Summe auf das Konto fließen, deren Höhe der Sprecher aber nicht nennen wollte.

Ein Schaden sei nicht entstanden, da die Buchung nach wenigen Minuten rückgängig gemacht worden sei. Man habe die Gründe für den Fehler überprüft und Schritte eingeleitet, um zu vermeiden, dass so etwas noch einmal passiert. "Es war ein operationaler Fehler bei der Überweisung von Sicherheiten zwischen den Hauptkonten der Deutschen Bank und dem Eurex-Konto der Deutschen Bank", erklärte ein Sprecher gegenüber der Agentur Bloomberg. 

Nicht die erste Panne dieser Art

Der Fehler ereignete sich in den letzten Tagen des ausgeschiedenen Vorstandschefs John Cryan. Neben Cryan verlassen auch Stellvertreter Marcus Schenck, bisher Chef des Investmentbankings, sowie IT-Chefin Kim Hammonds die Deutsche Bank. Hammonds bezeichnete das Frankfurter Geldhaus kürzlich als das "dysfunktionalste Unternehmen", für das sie je gearbeitet habe.

Ein ähnliche Überweisungspanne hatte es übrigens bereits im Juni 2015 gegeben. Damals überwies die Bank versehentlich sechs Milliarden Dollar auf das Konto eines Hedgefonds, bekam das Geld aber wieder. 

bak / DPA
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