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Wegen Konjunkturschwäche DIHK-Chef Wansleben hält Kurzarbeit für möglich


Einzelne Betriebe kämen angesichts der Konjunkturprognosen vermutlich nicht um Kurzarbeit herum, glaubt DIHK-Hauptgeschäftsfüher Martin Wansleben. Es gebe aber keinen Grund für Pessimismus.

Angesichts der trüberen Aussichten für die Wirtschaft dürften manche Firmen nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nicht um Kurzarbeit herumkommen. "Einzelne Betriebe werden das voraussichtlich nur mit Kurzarbeit überbrücken können", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der Zeitung "Euro am Sonntag". Es gebe jedoch keinen Grund für allzu großen Pessimismus: Falls die Abkühlung der Konjunktur nur vorübergehend sei, werde die Beschäftigung in der Industrie wohl stabil bleiben.

Die Bundesregierung hatte vor kurzem ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum drastisch nach unten korrigiert. Für 2014 geht sie nur noch von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 1,2 Prozent aus. Im Frühjahr waren 1,8 Prozent erwartet worden. 2015 soll die Wirtschaftsleistung nur um 1,3 Prozent statt 2,0 Prozent zulegen.

Wansleben fordert bessere Investitionsbedingungen

Der Autobauer Ford hatte am vergangenen Montag am Standort Köln die Produktion seines Kleinwagens Fiesta gedrosselt. Seitdem wird in den Ford-Werken in der Domstadt kurzgearbeitet. Bis Mitte November stehe die Produktion immer montags und freitags an insgesamt elf Tagen still, sagte eine Sprecherin. Grund sei hier aber vor allem die schwache Exportnachfrage in einigen europäischen Märkten, hieß es.

Mit Blick auf die gedämpfte Binnenkonjunktur forderte Wansleben bessere Bedingungen für neue Investitionen. Die zuletzt gesunkenen Auftragseingänge und Exporte müssten als "Schuss vor den Bug" gesehen werden. Der Vizechef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, verlangte im Südwestrundfunk mehr öffentliche Investitionen.

mod/DPA DPA

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