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Drittes Quartal: Air Berlin profitiert von der Krise

Das dritte Quartal hat Air Berlin einen Gewinnsprung beschert. Unter dem Strich stieg das Ergebnis auf 95,2 Millionen Euro nach 45,1 Millionen Euro im dritten Quartal 2008. Hauptgrund sind der Sparkurs und der Zulauf von preisbewussten Geschäftsreisenden.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ist über den Sommer gut durch die Branchenflaute gekommen und hat einen Gewinnsprung erzielt. Von Juli bis September stieg das operative Ergebnis (Ebit) stärker als von Analysten erwartet um rund ein Drittel auf 118 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Berlin mitteilte.

Das Unternehmen hatte bereits vor Ausbruch der Krise einen Schrumpfkurs eingeleitet und sich von unrentablen Strecken getrennt. Der Umsatz schrumpfte infolge der Kapazitätskürzungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,2 Prozent auf 974 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn wegen positiver Sondereffekte auf 95,2 Millionen Euro nach 45,1 Millionen Euro im dritten Quartal 2008.

Das dritte Quartal ist für Fluggesellschaften das wichtigste, weil sie über die Sommermonate ihr Hauptgeschäft machen. Air Berlin hat neben dem Linienverkehr auch ein starkes Standbein als Ferienflieger. Im Europaverkehr macht sich für die Fluggesellschaft die zunehmende Konzentration auf Geschäftsreisende bezahlt. Viele von ihnen kehren in der Krise etablierten Anbietern wie Lufthansa den Rücken und wechseln zu günstigeren Airlines. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand seine bisherige Prognose, "trotz der noch bestehenden Risiken hinsichtlich des konjunkturellen Umfelds" ein besseres EBIT zu erzielen als im vergangenen Jahr mit 14,2 Millionen Euro.

Der vollständige Zwischenbericht zum 30. September 2009 soll am Donnerstag veröffentlicht werden. Die Air-Berlin-Aktie gab am Dienstag wie Papiere anderer Fluggesellschaften nach und notierte am Abend um 1,41 Prozent im Minus bei 3,50 Euro.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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