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Euro-Rettungsfonds ESM: Deutschland soll bis zu 25 Milliarden einzahlen

Die Einrichtung des neuen Euro-Rettungsfonds ESM kommt Deutschland teuer zu stehen. Die Bundesregierung muss bis zu 25 Milliarden Euro einzahlen, damit der Fonds den geplanten Umfang erreicht. Dafür wird Deutschland zusätzliche Schulden machen müssen

Deutschland wird für den neuen Fonds ESM zur Hilfe verschuldeter europäischer Staaten nach einem Pressebericht womöglich bis zu 25 Milliarden Euro Eigenkapital beisteuern müssen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, ist insgesamt ein Grundkapital zwischen 80 und 100 Milliarden Euro im Gespräch. Diese Summe sei notwendig, damit der Rettungsfonds von den großen Ratingagenturen die höchste Bonitätsnote AAA erhalte. Die Bewertung ist wichtig, um Kredite zu günstigen Zinsen aufnehmen zu können.

Zusätzliche Schulden nötig

"Sollte tatsächlich so viel Eigenkapital nötig sein, müssen wir davon ausgehen, dass Deutschland etwa 18 bis 25 Milliarden Euro wird übernehmen müssen", hieß es laut "SZ" in den Koalitionskreisen. Die Summe werde - möglicherweise über mehrere Jahre gestreckt - über eine höhere Neuverschuldung aufgebracht werden müssen.

Der dauerhafte Rettungsschirm ESM für die Zeit ab 2013 soll eine effektive Kreditsumme von 500 Milliarden Euro haben und den bisherigen Fonds EFSF ablösen. Im Grundsatz haben sich die Eurostaaten bereits auf die Einrichtung verständigt. Verabschiedet werden soll das Projekt auf dem EU-Gipfel Ende März.

DPA / DPA
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