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Festnetzsparte: Telekom verliert 600.000 Kunden in drei Monaten

Durchwachsene Nachrichten von der Deutschen Telekom: In den ersten drei Monaten dieses Jahres kehrten mehr als eine halbe Million Festnetz-Kunden dem Bonner Konzern den Rücken. Dank massiver Einsparungen stieg der Gewinn trotzdem.

Der Aderlass der Deutschen Telekom in der Festnetzsparte nimmt kein Ende: Von Januar bis März verlor der Konzern 582.000 Festnetzkunden, teilte das Unternehmen in Bonn mit. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von T-Home stieg dennoch um 0,5 Prozent. Dazu trug auch der Ausbau des Breitbandgeschäfts bei. In dieser Sparte gewann das Unternehmen fast 540.000 DSL-Kunden hinzu.

Dank massiver Einsparungen und Verkäufe konnte die Telekom im Auftaktquartal ihr Ergebnis stabilisieren. Das EBITDA blieb mit 4,7 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Belastend habe sich der starke Euro ausgewirkt, der die Zuwächse des wichtigen Wachstumstreibers T-Mobile USA weitgehend aufzehrte, erklärte Konzernchef Rene Obermann.

Insgesamt sank der Umsatz um 3,1 Prozent auf 15 Milliarden Euro, während der Überschuss von fast 460 Millionen auf 924 Millionen Euro kletterte. Die Gewinnsteigerung begründete der Konzern mit Einsparungen von rund 240 Millionen Euro sowie einem Einmalerlös aus dem Verkauf der Tochter Media&Broadcast.

Mit der Quartalsbilanz übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten zum Teil leicht. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr beließ der Konzern unverändert. "Wir haben in diesen drei Monaten eine gute Basis für den weiteren Jahresverlauf legen können", sagte Obermann.

DPA/Reuters