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Finanzämter: Rentner können sich auf Rückzahlungen freuen

Fast eine Million Pensionäre bekommen im nächsten Jahr zum Teil hohe Rückzahlungen vom Finanzamt. Laut eines Medienberichts haben diese Rentner in den vergangenen Jahren zu viele Steuern gezahlt. Andere Alte haben hingegen weniger Grund zur Freude.

Knapp eine Million Rentner können einem Zeitungsbericht zufolge im kommenden Jahr mit teils hohen Rückzahlungen vom Finanzamt rechnen. Sie hätten in den vergangenen Jahren zu viele Steuern gezahlt, berichtete die "WAZ"-Gruppe unter Berufung auf ein Arbeitspapier aus den Finanzbehörden der Länder. Allerdings müssen sich demnach aber auch etwa genauso viele Rentner auf Nachforderungen einstellen. Von den Rentnern, die Steuern gezahlt hatten, hätten 22 Prozent ihre Steuererklärung falsch ausgefüllt, sagte der Chef der Steuergewerkschaft Nordrhein-Westfalen, Manfred Lehmann, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" unter Berufung auf erste Stichproben. Etwa die Hälfte habe zu viel gezahlt, die andere Hälfte zu wenig. Hochgerechnet handelt es sich um jeweils rund 970.000 Rentner.

Im Test lag die Rückerstattung dem Bericht zufolge bei durchschnittlich 250 Euro pro Jahr. Gründe dafür sind demnach etwa, dass die Rentner ihre Kranken- und Pflegekassenbeiträge nicht abgezogen oder die Rentenarten verwechselt hatten. Anderseits hätten viele Rentner auch Betriebsrenten oder andere Alterseinkünfte verschwiegen. Sie müssten mit Nachforderungen rechnen, die im Test durchschnittlich 150 Euro pro Jahr betrugen.

Von den Rentnern, die bisher gar keine Steuern gezahlt haben, hätten dies "deutlich weniger als 30 Prozent" tun müssen, ergab die Stichprobe laut WAZ. Das wären demnach bundesweit 2,5 Millionen Menschen. An diese Fälle gingen die Finanzämter aber erst im Sommer 2011.

AFP/AP / AP
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