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Phishing Angebliche Rückzahlung vom Bundesfinanzministerium – Landeskriminalamt warnt vor neuer SMS-Betrugsmasche

Eine Frau blickt irritiert auf ihr Smartphone - Es kursiert eine neue Betrugsmasche per SMS
Es kursiert eine neue Betrugsmasche per SMS (Symbolbild)
© Panthermedia / Imago Images
Betrüger verschicken derzeit SMS, die über eine angebliche Geldrückzahlung durch das Bundesfinanzministerium informieren soll. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor der neuen SMS-Betrugsmasche. Was Betroffene tun sollten.

Dass Betrüger mittels SMS-Versand versuchen, Bürgerinnen und Bürger um ihr Geld zu bringen, ist nicht neu. Nun gibt es aber eine neue Betrugsmasche, bei der Handynutzerinnen und -nutzer eine SMS erhalten, die angeblich vom Bundesfinanzministerium stammt. Es gibt SMS mit unterschiedlichen Formulierungen.

In einer heißt es etwa: "Sie müssen noch einen Beitrag von 254,33 erhalten. Verifizieren Sie sich und erhalten Sie den Betrag per: http://ruckkehr-de.biz". Eine andere Formulierung lautet: "Die Regierung hat beschlossen, dass Sie eine Erstattung von €278,35 erhalten werden. Hier klicken, um die Zahlung zu erhalten." Dem Landeskriminalamt Niedersachsen zufolge seien weitere Webseitennamen/Schreibweisen/Kurzlinks/Textbausteine (auch mit https) denkbar.

Ruft man den in der SMS enthaltenen Link auf, so öffnet sich zunächst eine Seite, auf der man bestätigen muss, kein Roboter, sondern ein Mensch zu sein. Klickt man im Anschluss auf "Submit", öffnet sich eine gefälschte Webseite, die jenen Internetauftritt des Bundesministeriums der Finanzen zeigen soll. Dazu haben die unbekannten Täter ein Logo mit dem Bundesadler, den Deutschland-Farben sowie dem Schriftzug "Federal Ministry of Finance" eingebaut. Zudem sind verschiedene Banken, die in Deutschland vertreten sind, verlinkt. Dort sollen sich die Opfer der Betrug-SMS dann in der Banking-App ihrer Bank registrieren. Befolgt man der Anweisung, so gelangt man auf eine Phishingseite, welche die Webseite der jeweiligen Bank darstellen soll.

SMS-Betrug: Empfänger sollten Link nicht anklicken

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt hierbei allerdings ausdrücklich: "Diese SMS stammt nicht vom Bundesministerium der Finanzen." Stattdessen versuchen Betrüger hier, die Empfängerinnen und Empfänger in Zeiten hoher Energiepreise zur Eingabe ihrer Bankdaten zu animieren. Das Bundesfinanzministerium warnt ebenfalls auf seiner Homepage vor den Phishing-SMS: "Derzeit geben sich Unbekannte per SMS als das Bundesfinanzministerium (BMF) aus. Sollten Sie derartige SMS erhalten, klicken Sie bitte nicht auf enthaltene Links und antworten Sie nicht." Auch das Finanzministerium Thüringen warnte vergangene Woche bereits vor den SMS mit der Bezeichnung "Steuer-Guthaben".

Wer eine solche Betrugs-SMS erhalten hat, sollte den Schritten darin also auf keinen Fall folgen. Hat man bloß die Textnachricht geöffnet, ist noch nichts passiert. Anders sieht es hingegen aus, wenn man den enthaltenen Link angeklickt hat. Das Landeskriminalamt Niedersachsen rät in einem solchen Fall, das Gerät mit einer aktuellen Antivirensoftware vorsorglich zu prüfen. Denn es ist durchaus möglich, dass im Hintergrund zusätzlich Schadsoftware geladen wurde. Hat man sich allerdings weiter durchgeklickt und seine Bankdaten eingegeben, so sollte man umgehend seine Bank über den Vorfall informieren. Dabei ist es wichtig, sein Onlinebanking sperren zu lassen und einen neuen Zugang zu beantragen. Im Anschluss sollte man Anzeige bei der Polizei erstatten.

Quellen: Landeskriminalamt NiedersachsenBundesministerium der Finanzen, Finanzministerium Thüringen

nk

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