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Gasversorger: Behörde stoppt Preistreiberei

Die Gaspreise steigen immer weiter. Nun hat eine Kartellbehörde getan, worauf viele Kunden schon lange gehofft haben: Sie verordnete Gasversorgern Preissenkungen. Die gelten allerdings nur in einem Bundesland.

Die rheinland-pfälzische Kartellbehörde hat bei drei regionalen Gasversorgern deutliche Preissenkungen angeordnet. Wie das Mainzer Wirtschaftsministerium am Mittwoch berichtete, müssen die betroffenen Unternehmen ihre Preise künftig so gestalten, dass diese nicht mehr als zwei Prozent über den Tarifen vergleichbarer Gasversorger liegen.

Bislang hätten die Abweichungen bei bis zu 13,1 Prozent gelegen. "Ich lasse nicht zu, dass Gasversorgungsunternehmen ihre marktbeherrschende Stellung durch missbräuchlich hohe Preise ausnutzen", sagte Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP). Private Endverbraucher hätten noch immer keine Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln. Wettbewerb sei hier überfällig.

Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich nach Angaben des Ministeriums um die Gemeindewerke Haßloch, die Stadtwerke Neuwied sowie die Energie Südwest AG. Die rheinland-pfälzische Kartellbehörde hatte Anfang des Jahres Missbrauchsverfahren gegen insgesamt zehn regionale Gasversorger eingeleitet. In einem Fall hat ein Versorger mittlerweile seine Preise gesenkt. Ein Verfahren wurde eingestellt. Fünf Verfahren dauern noch an, wie das Ministerium abschließend mitteilte.

AP / AP