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Finanztest : Kfz-Versicherungen jetzt kündigen und der Preistreiberei entkommen

Bei den Autoversicherungen wird ordentlich hingelangt: Höhere Preise sollen der Assekuranz saftige Gewinne sichern. "Finanztest" rät daher zum Wechsel und zum Versicherungscheck.

Stichtag für den Wechsel ist der 30. November.

Stichtag für den Wechsel ist der 30. November.

Bei den Kfz-Versicherungen langt die Assekuranz richtig zu: Um zwölf Prozent sind die Beiträge in den letzten drei Jahren gestiegen. Woran liegt es? Gibt es mehr Unfälle? Eigentlich nicht: Die Gewinne sind gestiegen. Von 100 Euro Einnahmen gehen nur noch 85,1 Euro für Schäden drauf, enthüllt "Finanztest" in der aktuellen Ausgabe. Besonders dreist wird bei der Teilkasko abgeschöpft: Hier werden nur knapp 60 Euro von 100 für die Regulierung aufgewendet - 40 Euro bleiben in der Kasse.

Bei der Preistreiberei sollte man nicht mitmachen und sich nach einem günstigen Versicherer umsehen. Das Sparpotenzial ist enorm. Bei der Musterfamilie Aylin kommt "Finanztest" auf immerhin 980 Euro Ersparnis im Jahr. Kfz-VergleichsrechnerDer günstigste unter den empfehlenswerten Versicherungen kostet 510 Euro im Jahr, der teuerste sogar 1490 Euro. Man muss allerdings einschränken, dass sich dieser Maximalwert nur selten in der Praxis erreichen lässt, weil kaum jemand die für ihn teuerste Versicherung hat. Aber auch wenn die Familie nur die Hälfte des Höchstsatzes sparen kann, sind das immer noch fast 500 Euro. Zur besseren Übersicht hat die Zeitschrift eine umfangreiche Tabelle abgedruckt, auf ihr kann man einen guten Überblick über den Markt bekommen. Da aber zahlreiche individuelle Faktoren in den Preis der Versicherung mit hineinspielen, sollte man am Ende doch einen Vergleichsrechner bemühen.

Neben dem reinen Wechsel der Versicherungsgesellschaft, lohnt es sich auch Art und Umfang der Kfz-Versicherung zu überprüfen. Allein durch die jährliche Überweisung spart man bis zu 20 Prozent, eine gute Wahl, wenn man etwas flüssig ist. Bei älteren Wagen kann man getrost auf Luxus-Konditionen verzichten: Von der Neuwagen-Entschädigung profitiert man ohnehin nicht mehr und man kann auch auf die freie Werkstattwahl verzichten. Bei einem Wagen, der älter als acht Jahre ist, kann man auch auf die Teilkasko-Versicherung verzichten.

Die große Versicherungs Revolution steht aber noch aus: Sogenannte Telematik-Tarife werden erstmals Ende 2015 angeboten. Bei diesem Modell sammelt eine Box die Bewegungsdaten und schickt sie an den Versicherer. Datenschützer sehen diese Entwicklung kritisch. Angeblich sollen die Versicherer nur einen Punktwert erfahren, die Daten im Einzelnen aber nicht kennen. Aber es wäre naiv zu glauben, dass die Daten sicher seien. Spätestens bei schweren Unfällen werden Richter und Staatsanwälte die Datensammlung einsehen wollen. Die Versicherungswirtschaft stellt eine Ersparnis von bis 30 Prozent in Aussicht. Sollten sich Telematik-Tarife durchsetzen, muss man annehmen, dass die vorsichtigen Fahrer in diese Datentarife wechseln, im Normal-Tarif blieben die Risiko-Piloten. Im Laufe der Zeit würde der Normaltarif immer teurer und unattraktiver.

Den ganzen Test können Sie unter www.test.de/test-autoversicherung erwerben.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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