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Ikeas Aprilscherz: Über Mittagsschlaf macht man keine Witze

Die Meldung trudelte am 31. März ein und war damit sicherlich kein Aprilscherz: Ikea will die Tore für Mittagsschläfer öffnen. Nun heißt es: April, April - alles nur ein Witz. Nicht lustig, Ikea!

Oh, es klang so wundervoll: #link;2184144;Ikea öffnet an allen Wochentagen die Bettenabteilung#, damit die gestressten Arbeitnehmer sich dort für ein Stündchen ausruhen können. Auch das Licht werde gedimmt, die Durchsagen abgeklemmt und die Verkaufsstände samt den Mitarbeitern verschoben.

Und zunächst schien es so, als ob der Traum der geplagten Bürosklaven auch wahr werde. Denn wenn eine Mitteilung am 31. März eintrudelt, wittern selbst erfahrene Aprilkomiker kein Unheil. Und da in China bereits jetzt mittags kaum noch ein freies Schlummerplätzchen bei Ikea zu ergattern ist, klang das wundervoll wahr.

Ehrlich unlustig

Wir machen es kurz: #link;2184144;Ikea wollte witzig sein#. Die Schläfchen-Ankündigung war nur ein verfrühter Aprilscherz.

Offensichtlich hat der schwedischen Möbel-Bude niemand gesagt, dass verstolperte April-Witze nicht als Trend-Setting abgestempelt werden können - sondern einfach nur der Eindruck entsteht, dass Ikea den Kalender nicht lesen kann.

Erschwerend kommt hinzu: Über Mittagsschläfchen darf man keine Witze machen. Niemals. Dieses einst verhasste Relikt aus Kindertagen ist inzwischen regelmäßiger Wunschtraum hart arbeitender Bürobevölkerung. Nach zu fettigem Essen in der Mittagspause einfach mal kurz ablegen? Das Kantinenessen wieder in Rekordtempo runtergeschlungen und jetzt ein Verdauungsschläfchen - wie schön wäre das? Das langweilige Meeting am frühen Nachmittag? Einfach verschlafen.

So, nun aber Schluss, denn niemand sollte sich von der Kommunikations- und Witzpanne der Schweden beirren lassen und einfach die Mittagspause bei Ikea um die Ecke verbringen. Ein Witz ist nämlich wie eine Lüge: Man braucht nicht nur einen, der den Gag erzählt. Sondern auch jemanden, der es glaubt.

Katharina Grimm
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