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Photovoltaik aus Bullerbü: Bei Ikea gibt es jetzt Solar-Anlagen - aber nicht überall

Seit dieser Woche verkauft und installiert Ikea Solaranlagen. Wer sich für die Photovoltaik-Platten interessiert, kann sich online die benötigte Größe der Panels und die entstehenden Kosten vorrechnen lassen.

Ikea verkauft Solar-Anlagen

Ikea verkauft künftig Solar-Anlagen.

Sonnenenergie boomt: Nie wurde so viel Strom durch Solar-Anlagen geliefert wie im vergangenen Jahr. Trotzdem liegt der Anteil der Photovoltaik bislang bei lediglich 7,5 Prozent des Netto-Stromverbrauchs. Andere Energiequellen wie Wind oder Wasser sind ergiebiger. Da ist noch Luft nach oben für den Sonnen-Strom. 

Das dachte sich offenbar auch Ikea. In Großbritannien verkauft das schwedische Möbelunternehmen nun Solar-Platten. Allerdings können Kunden bislang nur in drei Geschäften die Panels einkaufen. In Glasgow, Birmingham und Lakeside hat Ikea den Testlauf für den neuen "Solar-Shop" gestartet. Im Internet hilft ein Rechner den Kunden, die entstehenden Kosten zu kalkulieren. Bis zum Sommerende will das Unternehmen in allen UK-Filialen den Photovoltaik-Kauf ermöglichen. 

Geld sparen durch Sonnen-Strom

Hintergrund dieser ungewöhnlichen Offerte: Rund ein Drittel der Briten gab bei einer Ikea-Befragung an, dass sie gerne Geld in eine eigene Solar-Anlage stecken würden. Dabei geht es nicht um Naturschutz. Eine Mehrheit will durch den selbst produzierten Strom weniger für Energie ausgeben. Laut der Befragung kann eine Solar-Anlage die Kosten für Strom um die Hälfte senken. "Wir bei Ikea glauben, dass erneuerbare Energien die Energie der Zukunft sein werden", sagte die Nachhaltigskeitsmanagerin von Ikea in Großbritannien, Joanna Yarrow, bei der Präsentation der Ikea-Photovoltaik.


Ikea setzt schon länger auf Solar-Strom

Die Solar-Anlagen vertreibt Ikea gemeinsam mit dem britischen Energieunternehmen Solarcentury. Die Schweden sind schon seit Jahren im Bereich Solar-Energie unterwegs. Insgesamt hat Ikea mehr als 750.000 Panels auf die Dächer der eigenen Filialen gestellt. Bis Ende vergangenen Jahres arbeiteten die Schweden mit dem chinesischen Solar-Panel-Hersteller Hanergy zusammen, berichtet die "Huffington Post". 

Ikea ist kein Schnäppchen

In einem Beispiel rechnet Ikea vor: Wer 5150 Pfund für die Solar-Platten ausgibt (für rund drei Kilowattpeak) macht im ersten Jahr schon 350 Pfund gut (wenn man Einnahmen aus dem Weiterverkauf des Stroms und der gesparten Ausgaben für Energie zusammenrechnet). Nach 20 Jahren sollen Photovoltaik-Besitzer ein Plus von 4447 Pfund erwirtschaftet haben. Im Vergleich zu anderen Angeboten ist die Offerte nicht übermäßig günstig. Wie das "Solaranlagen-Portal" berichtet, kosten Photovoltaikanlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser pro Kilowattpeak rund 1500 Euro. 

Deutschen wollen Energiewende

In Deutschland plant Ikea den Verkauf von Photovoltaik-Anlagen bislang nicht. Doch die Nachfrage wäre groß. Wie eine aktuelle Untersuchung, die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde, zeigt, wollen 87 Prozent der Deutschen aktiv an der Energiewende mitwirken. Beispielsweise durch Solar-Panels auf dem Dach.

kg