Iran-Krieg
Henkel-Chef hält Preiserhöhungen für unvermeidlich

Persil gehört zu den bekanntesten Produkten von Henkel. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Persil gehört zu den bekanntesten Produkten von Henkel. Foto
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Der Iran-Krieg könnte die Verbraucherpreise steigen lassen. Auch Hersteller Henkel stellt sich auf steigende Kosten ein. Es helfe nicht, mit Preiserhöhungen zu lang zu warten, sagt Konzernchef Knobel.

Kunden müssen auch bei Produkten des Konsumgüterkonzerns Henkel infolge des Iran-Kriegs mit steigenden Preisen rechnen. "Wenn sich unsere Herstellkosten drastisch erhöhen, müssen wir diese Kosten weitergeben", sagte Vorstandschef Carsten Knobel im Gespräch mit dem "Handelsblatt". "Es hilft nicht, mit Preiserhöhungen zu lang zu warten. Man kommt umso stärker unter Druck, je später man reagiert."

Nach Angaben von Knobel ist das Unternehmen vor allem indirekt von steigenden Kosten betroffen, etwa bei der Verfügbarkeit und den Preisen von Materialien sowie in den Lieferketten. Der steigende Ölpreis treffe Zulieferer und Logistikunternehmen teilweise stark. "Diese geben einen Teil ihrer gestiegenen Kosten an uns weiter", so Knobel. "Wir hoffen natürlich, dass dieser Krieg nicht das ganze Jahr über andauern wird."

Henkel hatte die Preise seiner Produkte bereits in den vergangenen Jahren erhöht. "Wenn Sie den Kunden oder die Kundin davon überzeugen wollen, mehr zu bezahlen, müssen Sie einen nachvollziehbaren Vorteil bieten", sagte Knobel. Er sieht einen Trend hin zu Eigenmarken des Handels. "Trotzdem gibt es zu Markenprodukten wie Persil oder Schwarzkopf eine große Loyalität. Die Produkte werden vielleicht etwas sparsamer verwendet, aber weiter gekauft."

Henkel produziert unter anderem Wasch- und Spülmittel wie Perwoll und Pril, Kosmetik- und Körperpflegeprodukte sowie Klebstoffe. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf wurde 1876 gegründet und beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben etwa 47.000 Menschen, davon arbeiten weniger als 20 Prozent in Deutschland. Im vergangenen Jahr erzielte Henkel einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro.

dpa

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