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Kalifornien: Indianer kaufen Hard Rock Cafes

Ein amerikanischer Indianerstamm hat eine der bekanntesten Restaurantketten der Welt gekauft. Der kalifornische Stamm der Seminolen baut mit der Hard-Rock-Cafe-Kette sein mit Kasinos aufgebautes Imperium weiter aus.

Ein Indianerstamm aus den USA kauft die weltbekannten Hard Rock Cafes. Neben den mit Gitarren und Schallplatten dekorierten Restaurants übernehmen die Seminolen aus Florida auch die Spielkasinos und Hotels der Kette für insgesamt 965 Millionen Dollar. Verkäufer ist der britische Freizeitkonzern Rank. "Wir erkennen die Macht und die lange Lebensdauer dieser Marke", sagte der für das Spielegeschäft zuständige Chef des Indianerstamms, Jim Allen. Das Geschäft mit den 124 Cafes und mehreren Hotels solle nun weltweit ausgebaut werden. Auch plane der Stamm weitere Kasinos unter dem Markennamen zu eröffnen.

Vermögensgrundlage Kasino

Die Florida-Seminolen verdienen vor allem mit ihren Kasinos Geld. Außerdem handeln sie mit Zitrusfrüchten, Vieh und Tabak. Die Hard-Rock-Kette umfasst neben den Cafes sechs Hotels - zwei davon mit Kasinos - sowie zwei Konzerthallen mit dem Logo, das sich in den 80er und 90er Jahren als Schriftzug auf T-Shirts großer Beliebtheit unter Jugendlichen erfreute. Das erste Hard Rock Cafe wurde 1971 in London gegründet. In Deutschland gibt es Ableger in Berlin, Köln und München.

Der Verkäufer Rank will sich mit der Trennung von der Hard-Rock-Kette noch mehr auf sein Spielegeschäft konzentrieren. Dabei blickt er vor allem auf die Liberalisierung des britischen Kasinomarkts im kommenden Jahr. Rund zwei Drittel des Verkaufspreises will er durch eine Sonderdividende an seine Aktionäre ausschütten.

Reuters / Reuters
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