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Währungskrise: Fastfood-Kette KFC schließt alle Restaurants in Simbabwe

KFC hat alle Restaurants in Simbabwe geschlossen. Hintergrund ist die sich zuspitzende Währungskrise in dem südafrikanischen Land.

KFC schließt alle Restaurants in Simbabwe

KFC schließt alle Restaurants in Simbabwe

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Wegen der sich zuspitzenden in Simbabwe hat die US-Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) ihre Restaurants bis auf weiteres geschlossen. Der Schritt wurde nötig, weil Kunden dort mit der örtlichen Pseudo-Währung bezahlen, die Zulieferer aber eine Bezahlung in US-Dollar verlangen, wie es am Mittwoch auf Schildern vor den sechs KFC-Restaurants in dem Land im südlichen Afrika hieß. Auch andere Geschäfte blieben geschlossen, an Tankstellen bildeten sich Schlangen. In Supermärkten gab es bisweilen leere Regale, wo zuvor noch importierte Produkte verkauft wurden.

Seit einer Phase galoppierender Hyperinflation im Jahr 2008 hat keine eigene Währung mehr, sondern nutzt vor allem den US-Dollar. Da aber nicht genügend Dollarnoten im Umlauf sind, hat die Regierung Schuldscheine als Parallelwährung eingeführt. Die sogenannten bond notes sind dem US-Dollar per Gesetz gleichwertig, werden aber zu einem deutlich niedrigeren Kurs gehandelt.

KFC schließt Restaurants

Das bringt Unternehmen wie in eine schwierige Lage: Wenn sie zum Beispiel 100 bond notes einnehmen und dann den gleichen Betrag in US-Dollar an Lieferanten zahlen müssen, verlieren sie Geld. Die Regierung droht Unternehmen, die ihre Preise erhöhen oder auf US-Dollar bestehen, mit der Schließung.

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kg / DPA