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Schwaches Geschäft in China: KFC kämpft mit bunten Burgern gegen die Krise

In China laufen der Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken die Kunden davon. Um das Geschäft wieder anzukurbeln, werden jetzt kunterbunte Burger verkauft. Ganz neu ist die Masche aber nicht. 

Pinke und schwarze Burger von KFC

In China setzt KFC auf bunte Burger. 

Kunterbunt gegen die Krise: Der Fast-Food-Konzern Kentucky Fried Chicken, kurz KFC, stemmt sich gegen den Umsatzschwund - und zwar mit extrem farbigen Burgern. Seit dieser Woche werden in China die farbigen Snacks serviert, berichtet der "Businessinsider". 

Der "Diamond Bacon Spicy Chicken Leg Burger" ist tiefschwarz und mit krossem Hühnchenfilet und Speck belegt. Der kreischend-pinke "Rose Cheese Chicken Leg Roasted Burger" ein Käse-Hühnchen-Burger. Die krasse Farbgebung scheint einige Kunden zu verwirren - auf Twitter posten sie Bilder ihrer Burger und sehen nicht unbedingt zufrieden aus.

Die farbenfrohe Aktion ist eher als Verzweiflungstat zu verstehen, denn auf dem chinesischen Markt musste KFC herbe Umsatzeinbußen hinnehmen. Seit drei Jahren schrumpfen die Erlöse, allein im vergangenen Quartal verlor das Unternehmen rund zehn Prozent seines Umsatzes. Dabei ist China ein wichtiger Markt für KFC: Das Unternehmen zählt zu den größten Fast-Food-Anbietern des Landes. Rund 4500 Filialen verkaufen die Hühnchen-Snacks. Zum Vergleich: McDonald's hat rund 2000 Restaurants in China.

Farbe gegen Skandale

Die Kunden bleiben aus, weil einige Lebensmittelskandale nachhaltigen Einfluss haben, nicht nur KFC hat damit zu kämpfen. Auch Wettbewerber wie McDonald's setzt der Gammelfleischskandal aus dem vergangenen Jahr immer noch zu. 2014 wurde ein Zulieferer von KFC geschlossen, weil Fleisch mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum verarbeitet wurde. Diesen Vertrauensverlust sollen nun die bunten Brötchen wiedergut machen.

Buntes Marketing bei Burger King

Burger King schickte bereits im vergangenen Jahr einen tiefschwarzen Burger ins Rennen. Offenbar mit so viel Erfolg, dass die Aktion im Juni wiederholt wurde: Ein leuchtend roter Burger und wieder eine schwarze Variante wurden für wenige Wochen in den japanischen Filialen verkauft. Der Fast-Food-Riese hofft auf den Marketingeffekt, schreibt "Businessinsider". "Im Moment haben wir nicht so viel Werbebudget in der Hand", erzählte der japanische Burger-King-Manager Masanori Tatsuiwa der "AdWeek". Die Aktion von KFC scheint ähnliche Gründe zu haben. Ob die Kunden sich von den Farben locken lassen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.


kg
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