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Burger King Japan: Fast-Food-Kette will in Japan schwarze Burger verkaufen

Besonders appetitlich sieht er nicht gerade aus, der düstere Burger mit schwarzem Brötchen und Käse. Burger King will ihn ab Ende September für einige Wochen verkaufen - aber nur in Japan.

Von Sonja Helms

Ausgefallen ist die Kreation schon, ein echter Hingucker - wenn auch kein sonderlich appetitlicher. Denn schwarzes Essen erinnert auf den ersten Blick an Verbranntes, Verkohltes. Die Burger "Kuro Diamond" und "Kuro Pearl" von Burger King sind aber nicht etwa zu lange im Ofen gewesen, vielmehr hat man das Brötchen und den Scheibenkäse eingefärbt, beides mit Bambuskohle. Selbst die Sauce wurde schwarz eingefärbt, mit Tintenfischtinte. Die amerikanische Fast-Food-Kette will diese Burger ab dem 19. September für einige Wochen ausschließlich in Japan verkaufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Fast-Food-Unternehmen mit schwarzer Farbe experimentiert. Bereits vor zwei Jahren hatte Burger King bereits einen "Kuro" in Japan angeboten. Der Burger war damals aber innen noch entsprechend bunt. Kurz davor hatte Konkurrent McDonald's mit seiner "Black and White Hamburger combo" auf sich aufmerksam gemacht. Das schwarze Brötchen war mit hellen Sesamkörnern bestreut, der weiße Burger mit schwarzen Sesamkörnern, das Angebot galt ebenfalls nur für kurze Zeit. Selbst die belgische Fast-Food-Kette "Quick" hatte für einige Zeit einen schwarzen Burger im Angebot. Zum Start der Star Wars Episode I in 3-D gab es den "Dark Vador" (Darth Vader) - und als Gegenpart einen hellen "Jedi Burger".

Kampf um Aufmerksamkeit jenseits der Skandale

Ob das alles schmeckt und irgend jemand braucht, steht auf einem anderen Blatt. Irgendwie müssen Fast-Food-Ketten im hart umkämpften Markt auf sich aufmerksam machen - jenseits von Meldungen über Massenstreiks, Gammelfleischskandalen und Hygieneverstößen. Das zumindest ist gelungen. In Japan werden sich sicher einige Abnehmer für den "Kuro" finden, angeblich hatte das vor zwei Jahren auch schon funktioniert. Vielleicht bleibt es dabei.

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