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KIRCH-KRISE: Banken arbeiten am Sanierungsplan

Eine Auffanggesellschaft soll Zeitungsberichten zufolge den hoch verschuldeten Kirch-Konzern trotz der erwarteten¶Insolvenz vor einer völligen Zerschlagung bewahren.

Eine Auffanggesellschaft soll Zeitungsberichten zufolge den hoch verschuldeten Kirch-Konzern trotz der erwarteten

Insolvenz vor einer völligen Zerschlagung bewahren. Ein entsprechendes Rettungskonzept wollen die vier wichtigsten

Gläubigerbanken der Kirch-Gruppe nach übereinstimmenden Informationen der »Financial Times« und der »Süddeutschen Zeitung« am Montag zeitgleich mit dem Insolvenzantrag der KirchMedia präsentieren. Damit solle der Konzern vorerst geordnet weitergeführt werden.

Mit der bayerischen Landesregierung abgestimmt

Einem Bericht des Onlinedienstes der »Financial Times« zufolge verhandeln Vertreter aus den Reihen von Commerzbank, DZ Bank, Bayerische Landesbank und HypoVereinsbank mit Beratern des Konzerns und bayerischen Politikern über eine Lösung, die am Montag auf einer Pressekonferenz in München der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Laut »Süddeutscher Zeitung« ist das Vorhaben mit der bayerischen Staatsregierung abgestimmt, die für Dienstag eine entsprechende Erklärung im Landtag plane.

Forderungen in Anteile umwandeln

Die Banken wollen demnach Teile ihrer Forderungen in Anteile an der Gesellschaft umwandeln und dann weitere Investoren suchen. In der Aufganggesellschaft sollen wesentliche Teile der Kirch-Gruppe übernommen werden. Sie solle zudem die Verbindlichkeiten der Kirch-Gruppe nachverhandeln, zudem werde ein Verkauf des verlustreichen Abokanals Premiere World erwogen.

»Sehr bitterer Einschnitt«

Nach Informationen der »Süddeutschen Zeitung« bereitet das Kirch-Management die Belegschaft inzwischen darauf vor, dass eine Insolvenz nicht das Ende des Film- und Fernsehimperiums bedeutet. Das Blatt zitierte aus einem Schreiben des Leiters des Deutschen Sportfernsehens (DSF), Stefan Ziffzer, an die Mitarbeiter: Eine Insolvenz sei »sicherlich ein sehr bitterer Einschnitt, aber zunächst geht es weiter«.