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KONJUNKTURFLAUTE: Größte Pleitewelle seit Kriegsende

In der größten Pleitewelle der Nachkriegszeit hat es in den ersten sieben Monaten dieses Jahres fast 50.000 Insolvenzen gegeben. Dies sind über 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Grund: Konjunkturflaute und das geänderte Insolvenzrecht.

In der größten Pleitewelle der Nachkriegszeit hat es in den ersten sieben Monaten dieses Jahres fast 50.000 Insolvenzen gegeben. Dies sind über 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Allerdings haben nicht nur die Konjunkturflaute, sondern auch Änderungen des Insolvenzrechts die Zahlen in die Höhe getrieben. Allein rund 21.600 Unternehmen mussten zwischen Januar und Juli den Gang zum Insolvenzrichter antreten, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Dies waren 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den Verbrauchern gab es mit 11.200 Fällen ein Plus von über 40 Prozent.

50 Milliarden Euro Schaden

Bis Jahresende soll es nach Schätzungen des Bundesverbandes Deutscher Inkassounternehmen (BDIU) 71.500 Firmenzusammenbrüche sowie Pleiten von Verbrauchern und ehemals Selbstständigen geben. Dies werde 650.000 Arbeitsplätze vernichten und einen volkswirtschaftlichen Schaden von 50 Milliarden Euro verursachen.

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