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Video-Sprechstunde & Co. "Finanztest" nennt die besten Krankenkassen fürs digitale Zeitalter

Digitale Sprechstunde
Einige Krankenkassen bieten medizinische Videoberatung an
© Getty Images
Die Stiftung Warentest hat Krankenkassen verglichen – und vor allem auf die digitalen Angebote geschaut. Wer bietet Arzt-Apps, Videoberatung und Onlinekurse?

Die Corona-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung, auch im Gesundheitssektor. Ärzte und Therapeuten bieten Videosprechstunden an, Gesundheitskurse finden teils online statt. Doch wie gut sind die Krankenkassen auf die Digitalisierung eingestellt?

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe von "Finanztest" die digitalen Leistungen von 72 Krankenkassen verglichen. Immerhin 18 von ihnen bieten als Extraleistung eine Videoberatung an, in der Versicherte mit Ärzten oder anderen medizinischen Fachkräften sprechen können. Bei der DAK-Gesundheit beispielsweise ist das von Montag bis Freitag möglich, bei der Barmer von Montag bis Samstag und bei der TK sogar rund um die Uhr. Die digitale Sprechstunde läuft entweder über eine eigene Krankenkassen-App oder Kooperationpartner wie Teleclinic. Medizinische Telefonberatung ohne Video ist bei noch mehr Kassen möglich, nur wenige Kassen im Test bieten dies gar nicht an.

Online-Kurse und Gesundheitsapps

Auch Gesundheitskurse – von Yoga bis zur Raucherentwöhnung – bieten viele Kassen mittlerweile digital an. Kasseneigene Angebote sind gratis, für zertifizierte Kurse anderer Anbieter können Versicherte zwei Mal pro Jahr einen Zuschuss erhalten. Besonders viel dazu zahlen Viactiv Krankenkasse (bis zu 550 Euro im Jahr), BKK Wirtschaft & Finanzen, Bergische Krankenkasse, AOK Nordwest und HEK (jeweils bis zu 500 Euro im Jahr).  

Manche Kassen bieten ihren Versicherten zudem kostenfreien Zugang zu kommerziellen externen Apps, zum Beispiel für eine Tinnitus-Therapie oder eine App, die bei Artikulationsstörungen hilft. Auch das digitale Angebot für werdende und junge Eltern haben viele Kassen laut "Finanztest" in den vergangenen Monaten ausgebaut. Neben der digitalen Hebammenberatung zählten dazu auch Videokurse zur Geburtsvorbereitung und zum Stillen.

Die günstigsten Krankenkassen

Wer keine teuren Extraleistungen oder besondere Services benötigt, kann die Wahl der Kasse auch vom Preis abhängig machen. Die Beitragssätze sind zwar trotz der Zusatzleistungen seit Jahresbeginn nur in wenigen Fällen gestiegen, doch es gibt teils große Unterschiede. Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent des Brutto-Einkommens, dazu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, wobei der Arbeitgeber jeweils die Hälfte zahlt.

Gar keinen Zusatzbeitrag erhebt derzeit nur die AOK Sachsen-Anhalt, die günstigsten überregionalen Kassen sind hkk mit 14,99 Prozent Beitrag und BKK Firmus mit 15,04 Prozent. Insgesamt 24 Kassen verlangen maximal 15,5 Prozent Beitrag.

Eine große Übersicht über Beiträge, digitale Services und Extraleistungen der Krankenkassen finden Sie kostenpflichtig auf www.test.de

bak

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