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5 Jahre Lebensmittelklarheit: Trotz Verbraucherschutz: Die Industrie schummelt einfach weiter

Auf der Seite Lebensmittelklarheit.de können sich Kunden über Mogelpackungen und Tricks der Lebensmittelindustrie beschwerten. Doch nicht immer reagieren die Hersteller. In diesen Fällen ignorieren sie dreist die Verbraucher.

Almighurt Vanilla

Wer glaubt, dass in dem Almighurt Vanille irgendetwas mit Vanille zu tun hat, wird enttäuscht. Die Verbraucherbeschwerde ist eindeutig: "Keine Vanille drin trotz großer Blüte auf und um der Verpackung herum. Meine Familie und ich wollen keine Chemie essen. Ich will mich auf die Verpackung verlassen, ohne das Kleingedruckte immer lesen zu müssen."

Vanille-Joghurt ohne Vanille, grüner Tee aus Apfelsaft oder Rindfleischsuppe, die mit einem erschreckend geringen Prozentsatz an Rindfleisch auskommt:  Die Industrie schummelt gerne, wenn sich die Produkte so besser verkaufen lassen. Und wer würde schon einen Joghurt kaufen, dem lediglich künstliche Aromen zugesetzt wurde? Oder eine Suppe aus der Tüte essen, in der die Brühe aus 0,4 Prozent Rindfleischextrakt besteht?

Mogelpackungen der Lebensmittelindustrie

Wer sich die Mühe macht, die Verpackung mit den wirklichen Inhaltsstoffen zu vergleichen, wird schnell fündig. Verbraucher können diese Missstände melden. Seit fünf Jahren gibt es die Plattform Lebensmittelklarheit.de der Verbraucherzentralen in Deutschland. Kunden können da Tricks und Schummeleien der Hersteller melden - die Verbraucherzentralen erhöhen so den Druck auf die Industrie.

Lebensmittelklarheit hat erfolg

Mit beachtlichem Erfolg: Von 124 Produkte, die im Jahr 2014 bei Lebensmittelklarheit.de gemeldet wurden, haben Hersteller in 30 Fällen die Kritik umgesetzt und die Verbraucherzentralen informiert. Bei 29 weiteren Produkten wurde der Etikettenschwindel beendet. 

Aber nicht alle Hersteller haben ein Einsehen. Unsere Fotostrecke zeigt die Produkte, bei denen die Industrie einfach weitermacht - und die Verbraucher weiterhin täuscht.