Liechtenstein Entschädigter Steuersünder will mehr Geld


Dass ein Steuersünder per Gericht 7,3 Millionen Euro zurück erhält, mutet schon etwas skurril an. Dass er sich damit bei Weitem nicht zufrieden gibt, erscheint sogar raffgierig. Fakt ist: Der deutsche Unternehmer, dem das Landgericht Liechtenstein eine Entschädigung zugesprochen hat, will viel mehr Geld.

Der deutsche Steuersünder, dem das Landgericht Liechtenstein eine Entschädigung zugesprochen hat, gibt sich damit nicht zufrieden. Der Immobilienhändler will in die nächste Instanz gehen und 13,7 Millionen Euro von der Treuhandfirma verlangen. Laut Urteil stehen ihm 7,3 Millionen zu. Der Unternehmer ist einer jener Steuersünder, die vor zwei Jahren aufgeflogen waren, nachdem der deutsche Geheimdienst BND dem Dieb 4,5 Millionen Euro für die Daten bezahlt hatte. Bei den Ermittlungen war auch der ehemalige Postchef Klaus Zumwinkel als Steuersünder enttarnt worden.

Der deutsche Immobilienhändler war 2008 vom Landgericht Bochum wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 7,5 Millionen Euro verurteilt worden. Zudem musste er dem Fiskus 11,9 Millionen Euro für hinterzogene Steuern nachzahlen. Der Unternehmer, der sein Geld in Liechtenstein in Familienstiftungen gesteckt hatte, beschuldigte die damalige LGT Treuhand, ihn damals nicht rechtzeitig über den Datendiebstahl informiert zu haben. Sie sei durch Verletzung von Sorgfaltspflichten verantwortlich für im Nachhinein zu hoch angesetzte Steuern.

Das Landgericht in Liechtenstein hatte geurteilt, der Betroffene habe keine Zeit für eine Selbstanklage gehabt, da er zu spät über den Datendiebstahl informiert worden sei. Hätte er sich rechtzeitig selbst angezeigt, wäre dem Kläger nach Auffassung des Gerichtes eine Millionenstrafe erspart geblieben.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker