Lotto Nicht das ganze Geld den Privaten


Uneingeschränkt dem Wettsport frönen geht nur noch in staatlichen Wettbüros. Wer sein ganzes Vermögen auf den Kopf hauen will, muss vorerst auf gewerbliche Spielvermittler verzichten.

Im Streit um mehr Wettbewerb beim Lotto hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die Position der staatlichen Anbieter zumindest kurzfristig gestärkt. Demnach dürfen gewerbliche Spielvermittler vorerst nicht beliebige Spieleinsätze annehmen. Die entsprechende Anordnung des Bundeskartellamtes sei bis zum 1. November ausgesetzt worden, sagte eine OLG-Sprecherin am Freitag.

"Rechunsicherheit beseitigt"

Die Lottogesellschaften dürfen nun vorläufig an ihren bisherigen auf ihr Gebiet ausgerichteten Vertriebskonzepten festhalten. "Wir sind froh, dass das Dilemma, in dem wir uns befinden, erkannt und die derzeitige Rechtsunsicherheit zunächst beseitigt wurde", sagte Horst Mentrup, Geschäftsführer der federführenden Brandenburger Lottogesellschaft. In der Hauptsache des Verfahrens habe das OLG noch keine Entscheidung getroffen.

Das Kartellamt hatte Ende August den 16 Lotto-Gesellschaften verboten, den Markt regional in den Ländergrenzen unter sich aufzuteilen. Bei der Entscheidung gehe es nicht um das Ende des staatlichen Wettmonopols, sondern nur um die Vermittlung und den Vertrieb "staatlicher Tippscheine", hatten die Wettbewerbshüter betont.

DPA DPA

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