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Luftfahrt: EADS und Alenia Aerospazio fusionieren bei Regionalflugzeugen

In dem gemeinsamen Joint Venture sollen 40- bis 70-sitzige Turboprops für Regional-Aktivitäten gebaut und verkauft werden.

Die europäische Luftfahrtindustrie rückt noch ein Stück näher zusammen. Zum 1. Juni fusionieren die italienische Alenia Aerospazio und der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ihre Regionalflugzeug-Aktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen. Das Joint Venture mit dem Namen »ATR Integrated« solle 40- bis 70-sitzige Turboprops bauen und verkaufen.

Bislang hatten die Konzerne bei Regionalflugzeugen in einem losen Konsortium als ATR GIE (Groupement d?interest economique) zusammengearbeitet. Im vergangenen Jahr lag der ATR-Umsatz nach Angaben von EADS bei 580 Millionen Euro (1,1 Mrd DM). Auf dem Markt der Turboprop-Regionalflugzeuge in dieser Größe zählt sich ATR mit seiner 500er-Serie zu den führenden Unternehmen weltweit.

»Wir setzen die Konsolidierung der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie fort, um profitables Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen«, sagten die Vorstandsvorsitzenden von EADS, Rainer Hertrich und Philippe Camus. Trotz der Fusion sollen Flugzeugrümpfe und Flügel weiterhin von beiden Konzernen getrennt gebaut werden.

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