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Streit um Markenrecht Philipp Plein macht Ferrari ein Versöhnungsangebot – doch der Autohersteller lehnt ab

Philipp Plein streitet weiter mit Ferrari
Philipp Plein ist nicht gut auf Ferrari zu sprechen: Immer wieder soll der Autohersteller versuchen, Geld von ihm einzuklagen.
© Jens Kalaene / Picture Alliance
Der mehrjährige Streit zwischen Ferrari und Philipp Plein geht in die nächste Runde. Nun hat der Designer dem Sportwagenhersteller ein gut gemeintes Angebot gemacht. 

In einer von RTL.de veröffentlichten Videobotschaft richtet Philipp Plein sich versöhnlich an den Autohersteller Ferrari: "Lass uns doch einfach aufhören zu streiten, lass uns doch einfach zusammen eine Donation (Spende, Anm. d. Red.) machen und das Geld zu wohltätigen Zwecken verwenden." Die Rede ist von 200.000 US-Dollar, die Plein wegen einer Markenrechtsverletzung an Ferrari zahlen soll.

Philipp Plein posierte vor Ferraris

Im vergangenen Sommer hatte der Designer Fotos auf seinem Instagram-Account gepostet, auf denen er zusammen mit zwei leicht bekleideten Frauen und einem weiteren Mann vor mehreren Ferraris posiert, um seine Produkte zu bewerben. Der Sportwagenhersteller reichte daraufhin eine Klage ein, weil er die Nutzungsrechte seiner Marke überschritten sah. Er wollte nicht mit diesem "Lifestyle zusammengebracht" werden, "der völlig unpassend mit der Brand-Wahrnehmung ist", erklärte der Autobauer damals. Mit den "per se geschmacklosen" Bildern würden die Rechte der Ferrari-Lizenznehmer verletzt, zudem sei eine Verbindung der beiden Marken unerwünscht. Bei Plein stößt der Vorwurf auf Unverständnis, weil die abgebildeten Fahrzeuge zu seinem Privatbesitz gehören und er sich deshalb im Recht sieht, Bilder von ihnen zu veröffentlichen. Dennoch löschte er die entsprechenden Bilder nach der Aufforderung.

Seinem Ärger macht Plein auf Instagram Luft. Seit mehr als zwei Jahren versuche Ferrari ihn vor Gericht zu ziehen und Geld von ihm zu kassieren und das nur, weil er Bilder von seinem privaten Wagen auf seinem privaten Instagram-Account veröffentliche. Er sei erschöpft und des Streitens müde, schreibt er und wiederholt sein Angebot einer gemeinsamen Spende an an eine oder mehrere Organisationen von #BlackLivesMatter und #georgefloyd. Gerade in diesen Zeiten sei es unangemessen, über derlei unwichtige Themen zu streiten, findet er. Um Missverständnissen vorzubeugen, streitet Plein jedes Eigeninteresse der Spende ab. Er habe schon immer die afroamerikanische Kultur und Gemeinschaft unterstützt und als erster Designer ein ausnahmslos farbiges Casting auf den Laufsteg in Mailand während der Fashion Week 2013 geschickt.  

Wie RTL berichtet, wurde das Versöhnungsangebot von Ferrari abgelehnt und der Rechtsstreit wird weitergeführt. Plein will gegen das Urteil in Berufung gehen. Auf Instagram bestätigt er die Meldung und postet den Screenshot einer Spende über 20.000 US-Dollar, die er der Tochter des getöteten US-Amerikaners George Floyd vermacht. 

Quellen:RTL.de, Instagram "Philipp Plein"

sve

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